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Landwirtschaftliche Geräte und Fossillien-

sammlung im neuen Museumshof Kammern

Jedes Museum ist auch ein Schritt in die Zukunft! Mit diesen Worten eröffnete Landesrat Manfred Wegscheider den neuen Museumshof in der Gemeinde Kammern. Bürgermeister Karl Dobnigg freute sich, dass ein kleiner Teil der seit Jahrzehnten zusammengetragenen und weithin anerkannten Sammlung landwirtschaftlicher Geräte des Mediziners Rüdiger Böckel endlich Ausstellungsräumlichkeiten gefunden haben. Im Steinrisserhaus daneben gibt es Sonderausstellungen, wo derzeit Lambert Schüssler seine grandiose Fossilliensammlung über 500 Millionen Erdgeschichte präsentiert.
Bürgermeister Karl Dobnigg sprach in seiner Begrüßung von einem weiteren großen Tag für Kammern, handelt es sich doch dabei nicht bloß um ein Dorfmuseum, sondern um einen Museumshof mit ganz besonderen Inhalten.

Das inhaltliche Konzept für den Museumshof stammt vom Historiker Reinhard Mittersteiner, der maßgeblich am Museumsverbund der Steirischen Eisenstraße mitgewirkt hat, in dem nun der Kammerner Museumshof eingegliedert ist. Für die architektonische Umgestaltung war Marion Wicher verantwortlich, die Landesrat Manfred Wegscheider als sehr harmonisch bezeichnete.
Laut Marion Wicher bestand der jetzige Museumshof aus einer Tennen und einem Bauernhaus. Mit minimalen Eingriffen wurde die Tenne adaptiert, wobei eine begehbare Holzspirale den Besucher bis ins Gebälk bringt.

Was das Steinriserhaus betrifft, so wurde das alte Bauernhaus entkernt, gesäubert und trockengelegt. Die historischen Böden und Wandmalereien wurden erhalten und sind somit Bestandteil des Dorfmuseums und der Sammlung Schüssler. Durch eine glückliche Fügung rahmen diese beiden Gebäude den neuen Hauptplatz ein. Im Steinrisserhaus wird von Hauptschuldirektor Alois Gamsjäger auch die Geschichte der Gemeinde Kammern neu aufgearbeitet und dokumentiert.
Für die Zukunft wünscht sich Bürgermeister Karl Dobnigg, das der Museumshof durch eine Vielzahl von Aktivitäten zu einem Kultur und Kommunikationszentrum für Jung und Alt wird und auch viele Touristen aus nah und fern ihn besuchen, wovon auch die ausgezeichnete Gastronomie in der Gemeinde profitieren sollte. Dem schloss sich neben Landesrat Wegscheider, der eine Eröffnungsplankete bekam, auch Bezirkshauptmann Walter Kreutzwiesner an.
Die Kosten des Museumshofes einschließlich des im Vorjahr fertiggestellten Dorfplatzes belaufen sich auf 1,9 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt durch Leasing und Bedarfszuweisungen.