Armutszeugnis für Leobener Wirtschaft(skammer)
23. Feb 2009/08:08/ Abgelegt in:Politik / Leserbriefe
Mit Verwunderung musste ich die befürwortende Meinung des Obmannes der Wirtschaftskammer Leoben, Hans Mocharitsch, zum Schubhaftzentrum zur Kenntnis nehmen. Wenn in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten der Hinweis auf angeblich positive Aspekte eines solchen Zentrums das Einzige ist, was dem Frontmann der heimischen Wirtschaft zur Bekämpfung der Krise einfällt, dann muss man sich wirklich ernsthafte Sorgen um die Zukunft machen!
Woher Herr Mocharitsch die Zahl von 200 zusätzlichen Beamten hernimmt ist schleierhaft, denn bisher wurde eine Zahl von 50 Polizeibeamten kolportiert. In weiterer Folge schwadroniert er von daraus resultierenden zusätzlichen 600 Personen und dass damit auch das Problem des Bevölkerungsschwundes gelöst sei. Wenn er weiters meint, die Bauwirtschaft werde nicht nur durch das Bauvorhaben selbst, sondern auch durch immer wieder notwendige Instandhaltungsarbeiten belebt, hat er wahrscheinlich auch die von den Anrainern so gefürchteten und in vergleichbaren Einrichtungen häufig vorkommenden Brandstiftungen der Insassen im Kopf. Man könnte diesen Gedanken weiterspinnen – je öfter es brennt, desto besser für die Bauwirtschaft. In rührender Weise macht er sich auch Gedanken über mehr Geschäft für Ärzte und Rechtsanwälte, aber die haben ja Gott sei Dank ihre eigene Kammer und sind nicht auf die Wirtschaftskammer angewiesen. Das Argument mit den zusätzlichen Einkäufen zur Versorgung ist ja bereits seit der Podiumsdiskussion vor einem Jahr hinlänglich bekannt, wo wir erfahren durften, dass die Häftlinge 1000 Semmel täglich vertilgen werden.
Herr Mocharitsch hat sich offensichtlich in der Vergangenheit zu viel mit dem Neubau des Schutzhauses auf der Mugel beschäftigt, sonst würde er die Sorgen der Leobener Bevölkerung und besonders der Anrainer besser kennen, vielleicht auch ernst nehmen und wissen, dass viele Bewohner beispielsweise der Bürgerwaldsiedlung wegziehen würden, sollte das Zentrum gebaut werden (also nicht so gut für die Bevölkerungsentwicklung), wissen, dass Leoben sich in letzter Zeit erfolgreich als Kultur- Universitäts- und Tourismusstadt positioniert hat und die unvermeidlichen negative Schlagzeilen durch ein Schubhaftzentrum kontraproduktiv wären, da sie einen Imageschaden zur Folge hätten, wissen, dass Arbeitsplätze viel besser und für Leoben verträglicher beispielsweise durch gezielte Ansiedlung von innovativen Klein- und Mittelbetrieben geschaffen werden könnten,
wissen, dass der heimischen Bauwirtschaft mehr mit einer Stärkung der Kaufkraft der Bevölkerung und dadurch möglichen privaten Investitionen in Eigenheime, Verbesserungen der Wohnsituation, Sanierungen u.s.w. geholfen wäre als mit einem Großprojekt eines öffentlichen Auftraggebers mit dem damit verbundenen Konkurrenz- und Preisdruck.
Wenn sich Herr Mocharitsch vor menschenverachtenden Angstparolen verschiedener politischer Gruppierungen fürchtet sei ihm gesagt: Die Leobener Freiheitlichen fürchten sich vor solch einer phantasielosen und einfältigen Wirtschaftspolitik!
Gerd Krusche, Gemeinderat und Klubobmann FPÖ
Herr Mocharitsch hat sich offensichtlich in der Vergangenheit zu viel mit dem Neubau des Schutzhauses auf der Mugel beschäftigt, sonst würde er die Sorgen der Leobener Bevölkerung und besonders der Anrainer besser kennen, vielleicht auch ernst nehmen und wissen, dass viele Bewohner beispielsweise der Bürgerwaldsiedlung wegziehen würden, sollte das Zentrum gebaut werden (also nicht so gut für die Bevölkerungsentwicklung), wissen, dass Leoben sich in letzter Zeit erfolgreich als Kultur- Universitäts- und Tourismusstadt positioniert hat und die unvermeidlichen negative Schlagzeilen durch ein Schubhaftzentrum kontraproduktiv wären, da sie einen Imageschaden zur Folge hätten, wissen, dass Arbeitsplätze viel besser und für Leoben verträglicher beispielsweise durch gezielte Ansiedlung von innovativen Klein- und Mittelbetrieben geschaffen werden könnten,
wissen, dass der heimischen Bauwirtschaft mehr mit einer Stärkung der Kaufkraft der Bevölkerung und dadurch möglichen privaten Investitionen in Eigenheime, Verbesserungen der Wohnsituation, Sanierungen u.s.w. geholfen wäre als mit einem Großprojekt eines öffentlichen Auftraggebers mit dem damit verbundenen Konkurrenz- und Preisdruck.
Wenn sich Herr Mocharitsch vor menschenverachtenden Angstparolen verschiedener politischer Gruppierungen fürchtet sei ihm gesagt: Die Leobener Freiheitlichen fürchten sich vor solch einer phantasielosen und einfältigen Wirtschaftspolitik!
Gerd Krusche, Gemeinderat und Klubobmann FPÖ



