Montanuni:
Tunnelausbruch – hochwertiger Rohstoff
26. Feb 2009/09:19/ Abgelegt in:Bildung
Wenn in den Berg ein Loch gebohrt wird, entstehen große Mengen an Ausbruchmaterial. Doch was passiert damit? Leobener Tunnelbauexperten versuchen eine Lösung zu finden. „Abgebrochene Bauwerke oder Aushubmaterial werden bereits jetzt dem Recyclingprozess unterzogen – warum nicht auch der Tunnelausbruch?“ fragt sich nicht nur Univ. Prof. Dr. Robert Galler, Leiter des Lehrstuhls für Subsurface Engineering an der Montanuniversität Leoben. Aus diesem Grund initiierte der Lehrstuhl gemeinsam mit Industrie und wissenschaftlichen Partnern ein Projekt, das die Wiederverwertung von Tunnelausbruchmaterial untersucht. Viele Vertreter der Industrie sind daran beteiligt.
Österreich – Land der Tunnel
Derzeit sind in Österreich rund 200 Kilometer Tunnel in Bau oder in Planung, ein Großteil dieses Ausbruchmaterials landet noch immer auf Deponien. „Wir betrachten den Tunnel als Lagerstätte“, so Galler, und „warum sollte das gewonnene Material nicht in der Bauindustrie oder für Spezialanwendungen verwendet werden?“ Am Projekt, das von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG finanziert wird, sind namhafte Firmen vertreten, die etwas mit dem Tunnelbau zu tun haben, sowie Vertreter aus mehreren wissenschaftlichen Disziplinen: neben Tunnelbauingenieuren sind auch Geologen und Umweltplaner daran beteiligt. Kernstück des Projekts ist die Entwicklung eine Labors, in dem vor Ort ausgewertet wird, ob und wie der Ausbruch weiter verwendet werden kann. So könnte zum Beispiel Kalk vielleicht an Hüttenwerke geliefert werden. „Es wird sogar überlegt, das Gesteinsmehl in der Landwirtschaft zu verwenden“, erklärt Galler. Auch Glimmer zählt in der Farbindustrie zu einem begehrten Rohstoff – oft wird er teuer deponiert.
Umweltschonender Tunnelbau
„Wir sehen den Tunnelausbruch nicht als Abfall, sondern als hochwertigen Rohstoff, der in den Produktkreislauf zugeführt werden kann“, erläutert Galler. Neben den Deponiekosten werden mit der neuen Methode auch Transportkosten gespart, denn sehr oft könnte das gewonnene Material in der unmittelbaren Gegend weiter verwendet werden. „Damit können wir auch zu einer CO2-Reduktion beitragen“, so Galler. Die Entwicklung dieses Standardprüflabors könnte zukünftig die Entscheidung, was mit dem Ausbruchmaterial geschehen soll, erleichtern.
Derzeit sind in Österreich rund 200 Kilometer Tunnel in Bau oder in Planung, ein Großteil dieses Ausbruchmaterials landet noch immer auf Deponien. „Wir betrachten den Tunnel als Lagerstätte“, so Galler, und „warum sollte das gewonnene Material nicht in der Bauindustrie oder für Spezialanwendungen verwendet werden?“ Am Projekt, das von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG finanziert wird, sind namhafte Firmen vertreten, die etwas mit dem Tunnelbau zu tun haben, sowie Vertreter aus mehreren wissenschaftlichen Disziplinen: neben Tunnelbauingenieuren sind auch Geologen und Umweltplaner daran beteiligt. Kernstück des Projekts ist die Entwicklung eine Labors, in dem vor Ort ausgewertet wird, ob und wie der Ausbruch weiter verwendet werden kann. So könnte zum Beispiel Kalk vielleicht an Hüttenwerke geliefert werden. „Es wird sogar überlegt, das Gesteinsmehl in der Landwirtschaft zu verwenden“, erklärt Galler. Auch Glimmer zählt in der Farbindustrie zu einem begehrten Rohstoff – oft wird er teuer deponiert.
Umweltschonender Tunnelbau
„Wir sehen den Tunnelausbruch nicht als Abfall, sondern als hochwertigen Rohstoff, der in den Produktkreislauf zugeführt werden kann“, erläutert Galler. Neben den Deponiekosten werden mit der neuen Methode auch Transportkosten gespart, denn sehr oft könnte das gewonnene Material in der unmittelbaren Gegend weiter verwendet werden. „Damit können wir auch zu einer CO2-Reduktion beitragen“, so Galler. Die Entwicklung dieses Standardprüflabors könnte zukünftig die Entscheidung, was mit dem Ausbruchmaterial geschehen soll, erleichtern.



