Sind sie auch nicht alle neu –
Hauptsache man lacht
09. Nov 2009/08:25/ Abgelegt in:Kultur
Karlheinz Hackl & Heinz Marecek im Kabarett. Was an diesem Abend von Karlheinz Hackl und Heinz Marecek im Stadttheater Leoben an Geist und Witz geboten wurde, war mehr als die Jahrhundertrevue des Wiener Kabaretts. Es war Literaturgeschichte von Meistern jener Szene, die Friedrich Torberg nach seiner Rückkehr aus dem Exil tief traurig vermisste, weil sie der Wahn einer Diktatur zertrümmert hatte.
Kamen auch einige dieser blendenden Schriftsteller wieder zurück, so waren doch viele Opfer der NS-Zeit geworden. Hackel und Marecek griffen tief in den Sack der Erinnerung, ließen sie alle wieder lebendig werden, die nicht nur Kabarett der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen geschaffen hatten, sondern die berühmte Wiener Kaffeehaus -Literatur. Ausgehend von Peter Hammerschlag und der berühmten „Ungarischen Schöpfungsgeschichte“, brannten die beiden Künstler ein Feuerwerk an Pointen ab, in denen sich Wiener Wehmut, jiddischer Witz und Ungarischer Charme die Hand reichten.
Von Heinz Marecek moderiert wurde es nicht eine Aneinanderreihung von Perlen des Humors, über denen als Hintergrund die Tatsache stand, dass die „Verzweiflung ihrer selbst spottet“, sondern auch ein Sittenbild des damaligen Gesellschaft. Von Heinrich Eisenbach, über Alfred Polgar, Fritz Grünberg, Egon Friedell, Peter Löhner, Karl Farkas, Armin Berg, Carl Merz bis herauf zu Georg Kreisler und Gerhard Bronner sind längst noch nicht alle angeführt, die diesem Fächer der „Melodie des Lachens in einem Jahrhundert“ Form und Gestalt gaben.
Nicht allen Besuchern hat es gefallen, weil hier im Spiegel der Generationen der historische Hintergrund fehlte. Da hörte man Professor Heinz Konrads und Wondra & Zwickl heraus, da lief der Schmäh von der Taborgasse bis zum Praterstern, dennoch Pointen aus diesem reichen, zum Teil zurecht umjubelten Programm wiederzugeben, ist unmöglich, aber gipfelte in der Erkenntnis „ ... aber den Wurschtl kann kanner daschlag´n!“ Das war schon seit dem „lieben Augustin“ so. =kk= Foto: Klara Kraus
Von Heinz Marecek moderiert wurde es nicht eine Aneinanderreihung von Perlen des Humors, über denen als Hintergrund die Tatsache stand, dass die „Verzweiflung ihrer selbst spottet“, sondern auch ein Sittenbild des damaligen Gesellschaft. Von Heinrich Eisenbach, über Alfred Polgar, Fritz Grünberg, Egon Friedell, Peter Löhner, Karl Farkas, Armin Berg, Carl Merz bis herauf zu Georg Kreisler und Gerhard Bronner sind längst noch nicht alle angeführt, die diesem Fächer der „Melodie des Lachens in einem Jahrhundert“ Form und Gestalt gaben.
Nicht allen Besuchern hat es gefallen, weil hier im Spiegel der Generationen der historische Hintergrund fehlte. Da hörte man Professor Heinz Konrads und Wondra & Zwickl heraus, da lief der Schmäh von der Taborgasse bis zum Praterstern, dennoch Pointen aus diesem reichen, zum Teil zurecht umjubelten Programm wiederzugeben, ist unmöglich, aber gipfelte in der Erkenntnis „ ... aber den Wurschtl kann kanner daschlag´n!“ Das war schon seit dem „lieben Augustin“ so. =kk= Foto: Klara Kraus



