Warum ist die „Kleine Komödie Graz“
in Leoben so beliebt ?
18. Mar 2009/10:22/ Abgelegt in:Kultur
„Der muss es sein“ von J. Sherman eine Parabel zur Lüge. Das alte Sprichwort „Lügen ( auch Notlügen) haben kurze Beine“ fand im jüngsten Gastspiel der „Kleinen Komödie, Graz“ im Leobner Stadttheater seine charmante Bestätigung. Eine Komödie wie „Der muss es sein” (Originaltitel „Beau Jest“) von James Sherman entpuppte sich nicht nur als probates Rezept zur Verwirklichung der Behauptung, das jede Minute Lachen das Leben um eine Stunde verlängere.
In der Grazer Inszenierung von Robert Weigmüller wurde diese Parabel zu starren Traditionen und Folgen von Notlügen auch ein sprühendes Stück an Pointen und schwierigen Dialogen, mit sehr viel Hintergrund über falsches menschliches Verhalten, an dem alle Mitwirkenden in sehr differenzierten Positionen ihren Anteil hatten.
Im Grunde ging es nur um ein einfaches Prinzip: „Ein Nicht - Jude kann unmöglich in eine jüdische Familie einheiraten, fordern die Eltern. Also versucht Tochter Sarah (die temperamentvolle Lisa Gray) den eigentlichen Lover Donald Tugg (Stephan Wapenhans) durch einen von einer Begleitagentur verpflichteten „Ersatz“ (Rainer Kantz als verständnisvoller Dr. Daniel Stein- berg) zu jiddischen Traditionsfesten ihren Eltern (feinsinnig mit Heidi Hagl und Helmut Kasimir besetzt) und ihrem Bruder Joel (Urs Harnik mit gezielten Misstrauen) einzuschmuggeln. Das allein schon beinhaltete genug Zündstoff, doch kam dann noch hinzu, dass beide „Angebote“ als Nicht- Juden schließlich um die Hand von Sarah anhielten. „Man lügt Eltern nicht an” und der richtige Partner führten den dramatischen Knoten zu einem versöhnlichen Ende und alles zusammen zur Erkenntnis, war um die Vorstellungen der „Kleinen Komödie“ in Leoben so blendenden Publikumszustrom verzeichnen. ===kk===
Im Grunde ging es nur um ein einfaches Prinzip: „Ein Nicht - Jude kann unmöglich in eine jüdische Familie einheiraten, fordern die Eltern. Also versucht Tochter Sarah (die temperamentvolle Lisa Gray) den eigentlichen Lover Donald Tugg (Stephan Wapenhans) durch einen von einer Begleitagentur verpflichteten „Ersatz“ (Rainer Kantz als verständnisvoller Dr. Daniel Stein- berg) zu jiddischen Traditionsfesten ihren Eltern (feinsinnig mit Heidi Hagl und Helmut Kasimir besetzt) und ihrem Bruder Joel (Urs Harnik mit gezielten Misstrauen) einzuschmuggeln. Das allein schon beinhaltete genug Zündstoff, doch kam dann noch hinzu, dass beide „Angebote“ als Nicht- Juden schließlich um die Hand von Sarah anhielten. „Man lügt Eltern nicht an” und der richtige Partner führten den dramatischen Knoten zu einem versöhnlichen Ende und alles zusammen zur Erkenntnis, war um die Vorstellungen der „Kleinen Komödie“ in Leoben so blendenden Publikumszustrom verzeichnen. ===kk===



