Alfred Dorfer, Zwischenmensch,
Künstler oder Ich Ag
19. Nov 2009/07:51/ Abgelegt in:Kultur
Je besser ein Kabarret-Pogramm oder eine satirische Aufführung war um so schwieriger ist es, sie im nachhinein zu beschreiben – so geht es zumindest mir immer wieder. Natürlich ist das empfinden da bei jedem anders, mir hatte es in diesem Programm ein Darsteller besonders angetan. Alfred Dorfers Vorstellung von „fremd” war gestern Abend in den Kammersälen ausgezeichnet besucht. An Bekanntheit fehlt es ihm, nicht zuletzt, wegen „Dorfers Donnerstalk” auch nicht.
Die Gelegenheit, Dorfer, Peter Herrmann, Günther Paal, Lothar Scherpe und Robert Peres einmal auf der Bühne zu erleben, statt im TV zu sehen, ergriffen viele und kamen dabei auch voll auf ihre Kosten. Dorfer ist einer von wenigen österreichischen Ausnahme-Künstlern, von ihm wird gesagt – was er auf sein Publikum loslässt ist nicht nur Humor, nicht nur Kabarett und auch kein Theaterstück. Jede Menge Suggestivfragen und gelenkte Gedankengänge sofern man schafft ihm zu folgen spicken seine Aufführungen. Zum Beispiel fragte er sich „Wenn ich einen Zeck der mich gebissen hat, gegen den Uhrzeigersinn rausdrehe, kann ich damit die Zeit zurückdrehen”. Eine Frage auf die Günther Pahl alias „Professor für eh alles” selbstverständlich eine Antwort wusste. Paal, ein sehr markanter Typ, der durch seine Wortgewalt und seine Ausdrucksweise in jedem Publikum erstauntes Kopfschütteln hervorruft, ist eine wahre Bereicherung der ohnehin sehr guten Show. An seiner Seite zwei hervorragende Musiker Lothar Scherpe und Robert Peres (im Bild v.l.n.r) machten das „Bühnenbild” komplett. T.hinK.



