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Essen und trinken - einzig essentiell!!!

Zum Bericht über die Milchpreisentwicklung am Mittwoch dem 4. März 2009 von Johannes Kübeck:
Ja! Bald werden sie wirklich wieder ertönen müssen, die Verzweiflungsrufe der heimischen Milchbauern. Beinahe hat man das Gefühl, dass der Preiskampf darauf abzielt, die Produktionssparte der Milchbauern förmlich auszurotten.
Es ist mehr als unglaublich, wie mit dem Lebensmittelproduzenten „Bauer“ umgegangen wird. Mit dem Lebewesen „Kuh“ kann aber auch in Zeiten des Preisdruckes nicht anders umgegangen werden. Die Kuh muss mit qualitativ bestem Futter gefüttert werden, um auch beste Milch zu geben. Das wünschen wir uns auch. Die Kosten für Energie und Technik sind neben den Futtermitteln keinesfalls gesunken. Dafür aber der Erzeugerpreis der Milch!
Erschütternd, dass vielen unserer Milchbauern der existentielle Atem ausgeht. Die Folge ist das Zusperren der landwirtschaftlichen Betriebe. Die weitere Folge ist für die Konsumenten die Angewiesenheit auf das angebotene Lebensmittelangebot, das wir uns alle aus frischen, regionalen, nachvollziehbaren, erkennbaren, reifen, gesunden und leistbaren Lebensmitteln wünschen.

Nur das wird sich nur dann spielen, wenn wir Konsumenten die Produkte unserer heimischen Produzenten – also Milch – und Milchprodukte aus Österreich - kaufen. Sterben unsere Milchbauern, stirbt für uns alle in Zukunft auch ein Teil der Lebensmittelsicherheit für die Ernährung, die doch neben Wasser essentiell ist.
Ändern wir alle unser Kaufverhalten nicht, werden alle unserer Bergregionen extensiv verwalden müssen, da keine andere wirtschaftliche Nutzung mehr möglich sein wird.
Dann werden wir in Zukunft mit Milchprodukten aus Ländern mit Billigstproduktion und entsprechender fraglicher Qualität, aus dem Labor, aus Industriebetrieben, usw. auskommen müssen. Wollen wir das?
Ganz sicher nicht! Die Leistung unserer landwirtschaftlichen Betriebe geht weit darüber hinaus. Noch können wir die Lebensmittelsicherheit und dazu die schöne Kulturlandschaft genießen, die uns unsere Milchbauern erhalten.
Lebensmittelsicherheit in der Nähe bedeutet heute umso mehr Überleben. Mit unseren Bäuerinnen und Bauern dazu noch eine gesundes und geschmackvolles Überleben!

Ing. Eva Maria Lipp, Leoben