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Im Spannungsfeld vieler Auftritte und nicht

übersehbarem Altersprozess

Nicht immer sind es nur die Erfolge und eine reichhaltige Bilanz, wenn zum Jahresausklang Rückschau gezogen wird, wie es auch in einer Feierstunde des Werkschores der voestalpine Donawitz anklang. Der Rückblick und auch die Vorschau waren weniger von Fragen der Förderung und Rahmenbedingung geprägt, als von der Sorge um entsprechenden Nachwuchs. Sowohl Obmann Dipl.Ing. Wilfried Kölbl, als auch Chorleiter Dir. Fritz Kirchner, sowie Vize- Bürgermeister Max Jäger nahmen gerade zu diesem Problem Stellung.
Der Werkschor ist nicht nur eine Visitenkarte eines erfolgreichen Konzerns, sondern vor allem auch ein Kulturträger der Stadt Leoben. Deshalb ist es auch Aufgabe der Kommune und der Gesellschaft zusammen mit dem Betrieb, der in dieser Einrichtung nicht den Profit sondern eben ihre Visitenkarte sehen sollte, für den Fortbestand zu sorgen. Es wird ein Fortbestand unter dem neuen Chorleiter (ab Jänner 2010) Christian Stary, nachdem Dir. Wolfdieter Meidl einvernehmlich ausgeschieden ist und Dir. Kirchner nur interimistisch die Aufgabe übernehmen konnte.

„Eine europaweite Entwicklung in den Altersstrukturen macht den Fortbestand immer schwieriger”, betonte der Präsident des Chores VDir.Willibald Mautner und stellte an die Spitze der Zukunftsaufgaben ein aggressives Werben um Nachwuchs. „Der Chor ist eine Kultur der Freundschaft, der Gemeinschaft und Freude am Gesang“. Diese Richtung betonten ebenso Chorleiter Fritz Kirchner und Vizebürgermeister Jäger, der darauf verwies, dass die Stadtgemeinde trotz der angespannten Finanzlage die Förderungen für die Vereine nicht gekürzt hat. „Wir brauchen auch dieses Profil, wenn wir bei der Weltausstellung in Shanghai vor der Welt bestehen wollen. „Andererseits muss man auf die Treue der Sänger stolz sein“, hob Max Lechner namens des Arbeiter- und Angestelltenbetriebsrats hervor, „denn was wäre jegliche Betriebsfeier ohne den Chor. Dass noch immer acht Sänger jenes Ensembles mitwirken, das vor 30 Jahren eine erfolgreiche Sängerreise nach Amerika absolvierte, erinnerte Beirat Dieter Lackner. Welche Anforderungen an den Chor herangetragen werden, beweisen die 17 Auftritte des Chores seit Mitte Oktober, mit dem Höhepunkt des begeistert aufgenommenen Adventkonzertes in der Stiftskirche Göss.

Chorleben heißt Gemeinschaft und Gemeinschaft bedeutete Würdigung und so wurden Wolfgang Lobenwein, Gerhard Stuhlpfarrer, Alfred Kerschbaumer und Fritz Kirchner für zehnjährige Zugehörigkeit und Johann Seitka sogar für 30 Jahre geehrt. Die musikalischen Beiträge von Katherina Neubauer und Katja Koller (beide von der Musikschule Mautern/Klasse Hubmann) auf der Ziehharmonika und der besinnliche Vortrag von Obmann St. Helmut Rudolf, sowie Lieder des Chores gaben der Feier eine Würdige Atmosphäre.
=kk=