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„Schützi" zu Missethon`s 50-er:

Sag in der Politik niemals nie!

Großkoalition durch alle Parteien war angesagt, als Leobens bisher höchster Politiker - Generalsekretär war noch keiner - Hannes Missethon im Haus der Region mit Wegbegleitern seinen 50-er feierte. Immerhin kam Hannes 1998 in den Bundesrat, 2002 in den Nationlrat, wurde dann 2006 Landesgeschäftsführer der Steirischen ÖVP und eben 2007 Bundesgeschäftsührer.
Bezirksobfrau und Leobens Vizebürgermeisterin Eva Lipp konnte dazu neben LH-Stv. Hermann Schützenhöfer u.a. auch Landesrat Hans Seitinger, Clubobmann Christopher Drexler, Landesgeschäftsführer Bernhard Rinner, die Landtagsabgeordneten Udo Wöhry und Josef Strassberger, aber auch die „Mitspieler" Nationalrat a.D. Udo Grollitsch (FPÖ), Leobens Bürgermeister Matthias Konrad - „das erste Mal, dass ich den Bürgermeister begrüßen darf" - mit seinem Vize Max Jäger, den Stadträten Harald Tischhardt und Franz Valland sowie Gemeinderat Helga Hinger von den Grünen begrüßen.

Wegen der langen Begrüßungsliste hätten die Kerzen der Überraschungstorte - es war ein Fußballspielfeld mit den Köpfen von Van der Bellen, Gusenbauer, Strache, Schützenhöfer, Klasnic, Molterer, Grillitsch, Niederhofer, Pröll, Wadl, Wöhry und Perhab und eben Missethon als Mittelstürmer - bald zu brennen begonnen und ein sichtlich gerührter Hannes brauchte mehrere Atemzüge, um einen „Rasenbrand" zu verhindern.

„Die vielen Kerzen haben mich geschreckt", so Hannes, der eine kurze Zwischenbilanz in seinem Leben zog. So funktioniere das Langzeitgedächtnis noch nicht und das Kurzzeitgedächtnis nicht mehr. 50 Plus bedeute für ihn die absolute Mehrheit, deshalb bleibe er in großer Koalition mit seiner Gattin Gabi.

Die letzten zehn Jahre in der Politik bezeichnete er als echt positiv, habe er doch die Lebenserfahrung ganz oben und ganz unten gemacht. Deshalb habe er auch hohen Respekt vor Leuten, die sich politisch engagieren und auch viel Zeit ihres Privatlebens opfern. Dass Wien anders sei, könne er unterschreiben, denn da ist die Luft sehr dünn. „Ich hab aber nicht das glatte Parkett erlebt und Parteifreunde, die einen ausrutschen lassen. Da man als Politiker auf vieles verzichten müsse, Disziplin notwendig sei, der Beruf anstrengend aber auch erfüllend sei, werde er alle Politiker verteidigen. Derzeit arbeitet er als Unternehmensberater, wo er Führungskräfte für erneuerbare Energie berät. „Die Arbeit macht mir irrsinnig Spaß", so Hannes Missethon abschließend, der sich wünschte, dass es gut weitergehe, „denn ich hab das Leben gern".
LH-Stv. Hermann Schützenhöfer dankte Hannes, dass er in der Stunde der Niederlage da war, „denn bei Niederlagen lernt man Freunde kennen".
Für sich selbst bezeichnete Hannes Missethon die Politik für abgeschlossen. Insider können aber nicht recht glauben, dass der Fußballfan - um in der Sprache eines Erfolgstrainers zu bleiben - „habe fertig!".
Bezirksobfrau Eva Lipp, für die Hannes einer der politischen Väter war, gab ihm mit auf den Weg: „Komm zu uns, immer, wenn`s dich freut". Und Schützenhöfer ergänzte mit den Worten: „Sag in der Politik niemals nie!" Wee-