Bürgerstammtisch besucht Radwerk IV
21. Jul 2009/08:42/ Abgelegt in:Lokal
Der wohl symbolisch bekannteste Leobener Iron-Man, Univ. Prof. Dr. Gerhard Sperl, begrüßte letzten Freitag, auf Initiative von Frau Christa Pölzl, das Leobener Bürgerforum zu einem Ausflug mit Sonderführung zum Radwerk IV nach Vordernberg.
Zum einen bestätigte Prof. Sperl bereits bei der Busanreise dem aufmerksamen Publikum ausführlich, dass Er in Sachen Eisenwissen eine wahrhaft konditionierte Darbietung anzubieten vermochte. So konnte Er im Laufe des Nachmittages die begeisterten Gäste ausführlich überzeugen, dass man History auch ohne Showbühne und Moonwalk aufregend darstellen kann.
In Vordernberg angekommen ging es gleich nach einer Kurzbesichtigung der Kunstausstellung von Norbert Schmidt zum Radwerk IV. „Über 300.000,-- Euro hat der Verein der Freunde des Radwerks IV bereits in dieses investiert.“, erklärt Prof. Sperl, welcher diesem Zusammenschluss als Vizepräsident angehört. Und als die Anwesenden erfuhren, dass das Museum heuer sein 50jähriges Jubiläum feiert, wirkte die ohnehin großzügige Sonne, gleich noch schöner. Ein guter Grund gleich eine Abkühlung zu bestellen. Dieses wurde dann auch über den modernen und originell integrierten Lift, in den 3. Stock exklusiv serviert.
Finster wie die Ofenwände wirkte die Mitteilung, dass es lediglich an den gutgesinnten Entscheidungsträgern scheitert, dass dieses Baujuwel bislang nicht den Rang als Europäisches Weltkulturerbe erreichte. Und das, obwohl es sich um den am besten erhaltenen Hochofen von Europa handelt.
Und war das Radwerk einst ein Ort der Eisengewinnung, so ist das Gebäude heute zu einen Hochofen der Wissensgewinnung geworden. So erfuhr der Interessierte u. a.: - dass Im Radwerk IV nur Gusseisen erzeugt wurde. - die Verwendung von Gichtgas.
- dass das Eisenerz vom Erzberg z. B. weniger Erzgehalt hatte als die Erze aus Übersee. Jedoch trotzdem hochinteressant war, da es keine verbrennungsschädlichen Nebenprodukte enthielt.
- dass Erzherzog Johann sich zwar in Vordernberg aufhielt, doch nur dreimal in Eisenerz aus Freizeitgründen war.
- dass es ernsthafte Bemühungen gibt, die Zahnradbahn (1891 – 1986) wieder zu reaktivieren. - dass es in Leoben zwei Holzrechen gab (Einer bei der Krempl Wehr und Einer bei der ehemaligen Lambertikirche) womit die Hochöfen versorgt wurden. Ebenso große Waldflächen nur noch für die Holzkohleerzeugung gewidmet wurden. - dass sich im Radwerk III eine der ältesten Dampfmaschinen befindet. Welche dem Forum auch präsentiert wurde. Aufgrund der attraktiven Optik brachte diese vor allem die Fotoapparate zum dampfen. Dieses Wunderwerk der Technik funktioniert sogar noch und kann sogar beweglich vorgeführt werden.
Als goldener Informationsabschluss wurde passend zum Gedenkjahr an Erzherzog Johann die Ausstellung „Erzherzog Johann – Radmeister in Vordernberg“, den Besuchern unterbreitet.
Viele Glasvitrinen schildern das Leben und Wirken des Erzherzogs. Maßgeblich in Bezug auf Vordernberg. Nicht Reichtum von Kindesbeinen an, noch der steuerfreie Lottogewinn brachten den Erzherzog in der Steiermark wirklich zum jodeln. Eine Erbschaft in Höhe von 200.000,-- Gulden, welche Ihm sein Onkel Herzog Albert von Sachsen Teschen vermachte, gaben Ihm den Grundstein Radmeister in Vordernberg zu werden. Womit Seine vorbildliche Unternehmergeschichte begann.
Und nicht nur Erzherzog Johann wird bei dieser Ausstellung bei eisernem Hintergrund dem gespannten Publikum näher gebracht: Ebenso Aufschlussreiches zur Montanuniversität Leoben. Eine Vitrine enthält die geschliffenen und geätzten Gusseinsenteile von Alois Beckh von Widmanstätten. Er war nicht nur ein Gefährte vom Erzherzog, sondern beschrieb auch das Gefüge von Meteoriten. Peter Ritter von Tunner fehlte ebenso wenig wie Kleidungsstücke der Radsherrn. Reproduzierte Bilder aus der Zeit von Erzherzog Johann sowie ebensolche Bilder des bekannten Malers Max Tendler und noch vieles mehr runden das umfangreiche Ausstellungsangebot ab.
Nach diesem ausgiebigen und höchst attraktiv informativen Nachmittag, stimmten alle Beteiligten nur noch zu einem Lied an: „Wo i geh und steh, tuan mia di Fiaß so weh…“ Und alle freuten sich bereits auf das anschließend, gemütliche Beisammensein… >Werner Pregetter<
In Vordernberg angekommen ging es gleich nach einer Kurzbesichtigung der Kunstausstellung von Norbert Schmidt zum Radwerk IV. „Über 300.000,-- Euro hat der Verein der Freunde des Radwerks IV bereits in dieses investiert.“, erklärt Prof. Sperl, welcher diesem Zusammenschluss als Vizepräsident angehört. Und als die Anwesenden erfuhren, dass das Museum heuer sein 50jähriges Jubiläum feiert, wirkte die ohnehin großzügige Sonne, gleich noch schöner. Ein guter Grund gleich eine Abkühlung zu bestellen. Dieses wurde dann auch über den modernen und originell integrierten Lift, in den 3. Stock exklusiv serviert.
Finster wie die Ofenwände wirkte die Mitteilung, dass es lediglich an den gutgesinnten Entscheidungsträgern scheitert, dass dieses Baujuwel bislang nicht den Rang als Europäisches Weltkulturerbe erreichte. Und das, obwohl es sich um den am besten erhaltenen Hochofen von Europa handelt.
Und war das Radwerk einst ein Ort der Eisengewinnung, so ist das Gebäude heute zu einen Hochofen der Wissensgewinnung geworden. So erfuhr der Interessierte u. a.: - dass Im Radwerk IV nur Gusseisen erzeugt wurde. - die Verwendung von Gichtgas.
- dass das Eisenerz vom Erzberg z. B. weniger Erzgehalt hatte als die Erze aus Übersee. Jedoch trotzdem hochinteressant war, da es keine verbrennungsschädlichen Nebenprodukte enthielt.
- dass Erzherzog Johann sich zwar in Vordernberg aufhielt, doch nur dreimal in Eisenerz aus Freizeitgründen war.
- dass es ernsthafte Bemühungen gibt, die Zahnradbahn (1891 – 1986) wieder zu reaktivieren. - dass es in Leoben zwei Holzrechen gab (Einer bei der Krempl Wehr und Einer bei der ehemaligen Lambertikirche) womit die Hochöfen versorgt wurden. Ebenso große Waldflächen nur noch für die Holzkohleerzeugung gewidmet wurden. - dass sich im Radwerk III eine der ältesten Dampfmaschinen befindet. Welche dem Forum auch präsentiert wurde. Aufgrund der attraktiven Optik brachte diese vor allem die Fotoapparate zum dampfen. Dieses Wunderwerk der Technik funktioniert sogar noch und kann sogar beweglich vorgeführt werden.
Als goldener Informationsabschluss wurde passend zum Gedenkjahr an Erzherzog Johann die Ausstellung „Erzherzog Johann – Radmeister in Vordernberg“, den Besuchern unterbreitet.
Viele Glasvitrinen schildern das Leben und Wirken des Erzherzogs. Maßgeblich in Bezug auf Vordernberg. Nicht Reichtum von Kindesbeinen an, noch der steuerfreie Lottogewinn brachten den Erzherzog in der Steiermark wirklich zum jodeln. Eine Erbschaft in Höhe von 200.000,-- Gulden, welche Ihm sein Onkel Herzog Albert von Sachsen Teschen vermachte, gaben Ihm den Grundstein Radmeister in Vordernberg zu werden. Womit Seine vorbildliche Unternehmergeschichte begann.
Und nicht nur Erzherzog Johann wird bei dieser Ausstellung bei eisernem Hintergrund dem gespannten Publikum näher gebracht: Ebenso Aufschlussreiches zur Montanuniversität Leoben. Eine Vitrine enthält die geschliffenen und geätzten Gusseinsenteile von Alois Beckh von Widmanstätten. Er war nicht nur ein Gefährte vom Erzherzog, sondern beschrieb auch das Gefüge von Meteoriten. Peter Ritter von Tunner fehlte ebenso wenig wie Kleidungsstücke der Radsherrn. Reproduzierte Bilder aus der Zeit von Erzherzog Johann sowie ebensolche Bilder des bekannten Malers Max Tendler und noch vieles mehr runden das umfangreiche Ausstellungsangebot ab.
Nach diesem ausgiebigen und höchst attraktiv informativen Nachmittag, stimmten alle Beteiligten nur noch zu einem Lied an: „Wo i geh und steh, tuan mia di Fiaß so weh…“ Und alle freuten sich bereits auf das anschließend, gemütliche Beisammensein… >Werner Pregetter<



