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„Das Gold der Steppe” – Großartigkeit und Liebe

zum Detail prägen Internationalität

Wer vor einigen Jahren die Gelegenheit wahrnehmen konnte in Rom in den Räumen der Sakristei des Petersdomes die Ausstellung „Gold des Vatikan“ zu besuchen, wird verstehen, wenn Persönlichkeiten der Ausstellungseröffnung in der Kunsthalle Leoben die Internationalität der Präsentation „Das Gold der Steppe“ hervorhoben. Diese 12. Ethnologische Großausstellung kann sich ohne Übertreibung auch in Weltstädten sehen lassen. „Überwältigend -Hut ab“ meinte etwa Mag. Sabine Haag in öffentlichen Interview mit Barbara Rett.
„De luxe” kennzeichnete es der Kurator Hofrat Winfried Seipel und LH-Stellv. Dr. Kurt Flecker meinte zur offiziellen Eröffnung: „ Den wahren Wert sollte man nicht nur in der wirtschaftlichen Umwegrentabilität sehen, sondern vor allem im inneren eigenen Wert der Kultur – egal wie viele Besucher kommen!“

Neben diesem Vergleich etwa mit Rom sei hier aber noch eines hervor gehoben – das ist keine Ausstellung mit dem Aha-Effekt eigener Urlaubsreisen. Das eine Präsentation von unglaublicher Schönheit der Darstellungen, die sich jedoch in der Weite der eurasischen Steppe verliert. Skythen und Sarmaten hat die Weite Russlands verschlungen. Die künstlerischen Spuren dieser grausamen (siehe Herodot), nomadisierenden Reitervölker, die an Mongolei, Pannonien und Griechenland anuferten, versanken in ihren nahezu unglaublichen Grabhügeln und hinterließen kaum Spuren des alltäglichen Lebens, dafür aber Details, die der Betrachter mit Bedacht auf sich wirken lassen muss. Trotz gewisser hellenistischer Anlehnungen, haben ihre wunderschönen Goldschmiedearbeiten eine Eleganz, die selbst im archaischen Griechenland (7.vorchristliches Jahrhundert) nicht zu finden ist. Die Gelöstheit der Bewegungen von Menschen, die sensiblen Tierdarstellungen und der Prunk des Schmuckes sind einmalig.

Stellvertretend für die Gesamtschau sei nur ein Diadem, ein Pektorale (dieser Brustschmuck ist nur eine naturgetreue Nachbildung, da das Original unter Denkmalschutz steht und nicht außer Landes gebracht werden darf) und eine faszinierende Pferdedecke hervorgehoben. Die Aufbereitung der erwähnten Pferdedecke für Leoben erforderte von zwei Damen zwei Tage Arbeit. Die 9024 Teile (kleinst und alle rückwärts nummeriert) sind jedoch nicht das Gesamtwerk, das in der St. Petersburger Eremitage mit 15000 aufscheint. Nochmals. Den wahren Wert der Ausstellung findet man im behutsam aufgenommenen Detail.

Irgendwo kam die Bedeutung auch im Besuch der Ehrengäste bei den beiden Eröffnungen zum Ausdruck. LH Mag. Franz Voves, sein Stellvertreter Dr. Kurt Flecker, dritte Landtagspräsidentin Barbara Gross, die große russisch – ukrainische Abordnung, BRin Waltraut Hladny, der Stellver. Botschafter Dr. Payerl, Ehrenbürger DDr. Schachner- Blazizek, die Direktorin des Kunsthistorischen Museums Wien Mag. Sabine Haag, die örtlichen Persönlichkeiten des öffentlichen und politischen Lebens und die zahlreichen Vertreter aus dem Kreis der Sponsoren und der Wirtschaft .
===kk===