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Landesrätin Bettina Vollath zum Gesundheits-

plattformbeschluss bezüglich MR Leoben

Seit vielen Monaten wird in der Gesundheitsplattform darüber diskutiert, ob das Magnetresonanz-Gerät im Landeskrankenhaus Leoben auch für ambulante PatientInnen zugänglich gemacht werden soll. Mit den Stimmen der ÖVP-VertreterInnen und jenen der Vertreter der Ärztekammer und der Ordensspitäler wurde dieser Vorschlag nun abgeschmettert. „Damit hat die ÖVP die ökonomisch sinnvollste und qualitativ hochwertigste Versorgung der Patientinnen und Patienten verhindert“, bedauert Gesundheitslandesrätin Bettina Vollath.
„Diese Abstimmung zeigt, dass die ÖVP immer nur vom Sparen redet, aber im entscheidenden Moment abspringt“, erklärt Gesundheitslandesrätin Bettina Vollath nach der heutigen Sitzung der steirischen Gesundheitsplattform. Trotz Einigung mit Bund, Hauptverband und PatientInnenombudsschaft hat die steirische ÖVP gemeinsam mit der Ärztekammer und dem Vertreter der Ordensspitäler verhindert, dass das Magnetresonanz-Gerät in Leoben auch für ambulante PatientInnen zugänglich gemacht wird. „Dabei wäre das die beste Lösung sowohl für die PatientInnen als auch aus volkswirtschaftlicher Sicht gewesen“, so Vollath. Denn zum einen ist das Gerät, das im Krankenhaus steht, wesentlich leistungsstärker als jenes, das bei einem niedergelassenen Arzt installiert ist, zum anderen könnten aufgrund der hohen Frequenz an Untersuchungen die Kosten wesentlich niedriger gehalten werden.
 
Dass diese Vereinbarung ein Präjudiz für die weiteren Versorgungsmodelle im Bereich der Diagnostik sein könnte, wie im Vorfeld von den Privatspitälern mehrfach geäußert wurde, weist Vollath von sich. „Leoben ist aufgrund der speziellen Vertragslage eine Ausnahme und kann daher nicht auf den Rest der Steiermark übertragen werden. Wir haben steiermarkweit verschiedenste gut funktionierende Kooperationsmodelle zwischen den Spitälern und niedergelassenen Ärzten. Leidtragende sind die ambulanten Patientinnen und Patienten – sie müssen weiterhin lange Anfahrtswege für die Untersuchungen in Kauf nehmen.“
 
Auch STGKK-Obmann Josef Pesserl äußerte sein tiefstes Bedauern, dass keine Mehrheit für diese volkswirtschaftlich vernünftigste Lösung zustande gekommen ist.