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Kreatives gegen Sucht

„Sucht hat immer eine Geschichte“ – Vernissage des SchülerInnenwettbewerbs im Rathaus
Sucht beginnt nicht von heute auf morgen – Sucht hat immer eine Geschichte!
Dieser Geschichte gingen SchülerInnen der Stadt Leoben im Rahmen eines Schülerwettbewerbes auf den Grund. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Vernissage ab Freitag, 20. Juni 2008 im Rathaus zu sehen sein.
Das Ziel des Wettbewerbes war es, dass sich SchülerInnen aller Altersstufen dem Thema Sucht in vielfältiger, kreativer Weise nähern. Die Jugendlichen sollten angehalten werden, gemeinsam mit ihren LehrerInnen, die vielfältigen Ursachen von Sucht zu erforschen. Die Umsetzung der Ideen erfolgte mittels verschiedener kreativer Techniken, entweder grafisch oder plastisch, in Form von Texten, Videos oder musikalisch.
Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Vernissage präsentiert und die von einer fachkundigen Jury gekürten besten Arbeiten mit Preisen, die von der Stadtgemeinde Leoben, dem Arbeiterbetriebsrat der voestalpine Donawitz, dem Österreichischen Alpenverein und Hornbach gesponsert wurden, prämiert.
„Ich halte es für wichtig, Aktionen wie den Schülerwettbewerb zur Suchtvorbeugung zu setzen, junge Menschen mit diesem Thema zu konfrontieren und sie dazu zu motivieren sich kreativ damit zu beschäftigen“, so Bürgermeister Dr. Matthias Konrad, der bereits mehrmals betonte, dass eine Jugend, die Verantwortung übernehmen kann, wichtig für die Entwicklung einer Stadt ist.
Bereits im Vorfeld holten einige LehrerInnen sich bei einer Fortbildung durch VIVID, die Fachstelle für Suchtprävention, das notwendige Know-How für die Umsetzung des Themas im Unterricht.
Seit 2007 setzt sich die Plattform „Gesundes Leoben“ unter dem Motto „LEBEN SUCHT SINN“ mit dem Thema Sucht und Suchtvorbeugung auseinander. Waltraut Hladny von der Plattform Gesundes Leoben unterstreicht die Wichtigkeit des Themas: „Meist denkt man beim Thema Sucht an Alkohol- oder Drogensucht, aber Sucht hat viele Gesichter. Die wichtigste Suchtvorbeugung beginnt in der Familie, mit der Vorbildwirkung der Eltern und Großeltern. Wir möchten keine Verbote aussprechen, sondern den Weg von der Sucht zur Genusskultur aufzeigen.“
Nach dem Auftakt bei der Gesundheitsmesse im Jahr 2007 folgten einige Projekte wie der Aktionstag am Leobener Hauptplatz, bei dem sich u.a. Beratungseinrichtungen präsentierten. Im Jänner hielt Dr. Kerbl einen interessanten Vortrag zum Thema „Süchtige Kinder – Faktum oder Hysterie?“. Weiters wurde für die Schulen ein Informationsstand mit Bücherkoffern für Elternsprechtage vorbereitet – die Eltern erhalten an den Sprechtagen Informationen zum Thema Sucht.
Den Eltern von pubertierenden Jugendlichen bot die Plattform die Möglichkeit am Workshop „Was geht ab?“ von VIVID, der Fachstelle für Suchtprävention, teilzunehmen. Dort wurden Themen wie „Ist mein Kind suchtgefährdet? Wie kann ich mein Kind davor schützen? Wie weiß ich, ob mein Kind Drogen nimmt? Wie soll ich darauf reagieren, wenn ich erfahre, mein Kind raucht, trinkt oder andere Drogen nimmt?“ angesprochen und diskutiert. Im Frühjahr begann die Steuergruppe gemeinsam mit Vertretern der Gastronomie, den Jugendeinrichtungen sowie der Polizei mit der Planung für ein Projekt zum Thema übermäßiger Alkoholkonsum. Die Umsetzung ist für den Herbst geplant.

Vernissage im Foyer – Neues Rathaus am Freitag, 20. Juni 2008; Beginn: 18 Uhr