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Kulturpreis an Ausstellungsarchitekt Grünberger

Mag. Arno Grünberger in heutiger Jurysitzung zum Kulturpreisträger 2007 der Stadt Leoben erkoren.
Der Kulturpreis der Stadt Leoben 2007 geht an den Ausstellungsarchitekten Mag. Arno Grünberger! Die Entscheidung der Jury, bestehend aus Bürgermeister Dr. Matthias Konrad, Kulturreferent StR Franz Valland, ORF-Regisseur Günther Schilhan, Museumsgestalter Dr. Reinhard Mittersteiner und Baudirektor Dipl.-Ing. Heimo Berghold in der heutigen Sitzung zur Vergabe des Kulturpreises viel einstimmig zu Gunsten Mag. Arno Grünbergers. Der Architekt, der seit 1998 die ethnologischen und kulturhistorischen Großausstellungen in der Kunsthalle Leoben gestaltet, erhält den mit 3.600 Euro dotierten Kulturpreis für seine gestalterischen Leistungen.
„Die ethnologischen Ausstellungen in der Kunsthalle Leoben, mittlerweile sind es elf an der Zahl, sind eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Persönlichkeiten, wie der ORF-Mitarbeiter und Filmemacher Günter Schilhan, sowie der Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums Wilfried Seipel haben wesentliche Beiträge geleistet und wurden mit dem Kulturpreis der Stadt Leoben ausgezeichnet. Es ist geradezu eine logische Konsequenz, unseren brillanten Ausstellungsarchitekten Arno Grünberger vor den Vorhang zu bitten und auch ihm diese Ehrung zukommen zu lassen“, begründet Kulturreferent StR Franz Valland die Entscheidung.
„Mag. Arno Grünberger trug in den vergangenen zehn Jahren mit seinen einfühlsamen Inszenierungen zum großartigen Erfolg der kulturhistorischen Ausstellungen in Leoben bei. Er ist somit wesentlich an der Positionierung Leobens als Kulturstadt inner- und außerhalb unserer Landesgrenzen beteiligt“, so Bürgermeister Matthias Konrad.
Arno Grünberger wurde am 14. Jänner 1947 in Innsbruck geboren. Er besuchte das Gymnasium und die HTL für Hochbau, die er mit der Matura abschloss. Für seine Diplomabschlussarbeit „Kreation einer neuen Schultasche“ im Rahmen seines Studiums an der Universität für Angewandte Kunst in Wien wurde Grünberger ein Staatspreis verliehen. 1978 designte er für Steyr Daimler Puch den so genannten „Austroporsche“ und begann danach sein Architekturstudium an der Akademie der Bildenden Künste. Neben „klassischen“ Architektenaufträgen wie die Gestaltung von Einfamilienhäusern, Kanzleien, Praxen oder Wohnungsumbauten erhielt Grünberger 1983 den Auftrag zur Gestaltung einer Kulturausstellung im Wiener Künstlerhaus mit dem Thema „Syrien“. In der Folge übernahm er Ausstellungsgestaltungen im Völkerkundemuseum. 1998 begann sein Engagement in Leoben, wo er mittlerweile elf Ausstellungen – von „China – Die Armee der toten Kaiser“ bis „Die Wikinger – gestaltete.
Der Verleihung des Kulturpreises wurde vom Gemeinderat der Stadt Leoben im Jahr 1992 beschlossen und seitdem für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Literatur, Musik, darstellenden und bildenden Kunst sowie Wissenschaft jährlich vergeben. Die Zuerkennung erfolgt an Personen, die die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, in Leoben geboren sind, in Leoben ihren Wohnsitz haben oder an Personen und Institutionen deren Schaffen geeignet ist, die Bedeutung Leobens als Pflegestätte der Kultur hervorzuheben. Arno Grünberger folgt als Kulturpreisträger der Stadt Leoben 2007 auf den in New York lebenden Künstler Paul Werner Zwietnig-Rotterdam (2006) und Galeristin Uschi Payer (2005).