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Milchstraßenwanderung

Mit einer Milchstraßenwanderung in Gai bei Trofaiach hat gestern Montag die Bezirkskammer Leoben der steirischen Landwirtschaftskammer insgesamt 366 Schulkindern des Bezirkes den Weg der Milch von der Produktion bis hin zu den verarbeiteten Produkten und ihr besondere Wert in der Ernährung näher gebracht.
Vier bäuerliche Betriebe und die Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft st. Martin-Stockschloß luden zu ihren Produktionsstätten ein. Die interesierten Kinder bekamen dabei einen Einblick in die Mutterkuhhaltung, die Käseproduktionund die Schulmilcherzeugung.
Bein einem Pressegespräch umriß Kammerobmann Alfred Mossauer die derzeitige Milchproblematik. Bekanntlich sind die Handelsketten mit dem Milchpreis runtergegangen, womit auch die Bauern um zwei Cent pro Liter weniger bekoimmen. „Die Kammer distanziert sich aber vor Streikmaßnahmen, vielmehr müssen wir mit den Handelsketten verhandeln, denn ein Streik löst nicht das Problem“, so Mossuaer.
Obwohl die Energie-, Futtermittel- und Transportkosten stark gestiegen sind, ist Milch in realer Kaufkraft berechnet billiger als vor 20 Jahren. In dieser Zeit ist nämlich das durchschnittliche Nettoeinkommen der Österreicher durchschnittlich um 70 Prozent gestiegen, die Preise für Milchprodukte um nur knapp 20 Prozent.
Ein kostendeckender Milchpreis ist aus mehreren Gründen wichtig: So muß die existenz der östereichischen Milchbauern und die österreichische Qualität weiterhin gesichert werden. Ein höherer Milchpreis ermöglicht außerdem die Offenhaltung der Kulturlandschaft, schafft Arbeitsplätze.