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Ab 1. September neue

Gebührenpflicht in der Leobener Innenstadt

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Die Neuordnung der Parkraumbewirtschaftung in der Leobener Innenstadt sorgte für hitzige Debatten in der letzten Gemeinderatssitzung. Das Konzept sieht zwar eine Verringerung der blauen Zonen, dafür aber die Einführung zusätzlicher gebührenpflichtiger grünen Zonen in der gesamten Murschleife vor. Die neue Verordnung tritt ab 1. September in Kraft. (Für eine Großansicht bitte das Bild anklicken)
Das erfreuliche zuerst: In der blauen Zone zahlt man wie bisher für die halbe Stunde 50 Cent, wobei man nun aber bis zu zwei Stunden stehen kann. Somit bekommt man eineinhalb Stunden gratis dazu. Die Parkzeit ist mit maximal drei Stunden (1,50 Euro) begrenzt. Billiger fährt man in den neuen grünen Zonen, alle übrigen Parkplätze in der Murschleife. Dort kostet jede halbe Stunde 20 Cent und mit 2,60 Euro kann man elf Stunden stehen. Ein „Zuckerl“ gibt es für die Innenstadtbewohner, die um 62 Euro zwei Jahre lang überall in den beiden Zonen parken können. Für Bewohner außerhalb der Murschleife kostet eine Jahresparkgebühr für die grüne Zone 240 Euro.
Leider gibt es aber auch Verschlechterungen: Für die Mittagspause, die bisher von zwölf bis 14 Uhr, sowie die Samstage, die bisher gebührenfrei waren, muß man nun zahlen. Außerdem wurde die Gebührenpflicht von 18 auf 19 Uhr verlängert.
ÖVP-Fraktionsführer Herbert Hatzenbichler sprach von einem modernen Raubrittertum, müssen doch Einpendler nun jährlich 240 Euro zahlen. Ähnlich die Aussagen von Werner Murgg (KPÖ): „Zuerst müsste man für die Pendler Park & Ride Parkplätze mit gratis Shuttledienst schaffen. Gerd Krusche (FPÖ) sprach sich wie Hatzenbichler für die Beibehaltung der bisherigen Parkzeiten aus und wollte die grüne Zone im Norden der Murscleife mit der Roseggerstraße begrenzt sehen. Eva Lipp (ÖVP) kritisierte einmal mehr, dass die Opposition den Plan erst in der Sitzung vorgelegt bekommen hat und sah keinen Grund für die Änderung der Gebührenpflicht, da man seit der Eröffnung des Einkaufszentrums mit deren Tiefgarage überall genügend freie Parkplätze hat.
Zustimmung gab es von Helga Hinger (Grüne): „Parken in der Kernzone soll nicht gratis sein, die Zeiten, wo man bis vor die Haustür fahren konnte, sind vorbei“. SPÖ-Klubobmann Erich Prattes: „Wer nicht zahlen will, ist eingeladen, sein Auto am Prettachfeld oder in Lerchenfeld abzustellen“. Finanzstadtrat Harald Tischhardt erwartet sich eine Erhöhung der Umschlagshäufigkeit der Parkplätze. „Insgesamt ist jedes Klientel gut bedient“ so Tischhardt.
Bürgermeister Matthias Konrad begründete die neuen Parkzonen damit, dass man den Innenstadtbewohnern einen Parkplatz bieten muß, denn sonst ziehen sie weg und wir wollen keine Geisterstadt. Die neue Parkraumbewirtschaft wurde schließlich nach zweistündiger hitziger Debatte lediglich mit den Stimmen der SPÖ-Mehrheitsfraktion beschlossen.
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Finanzstadtrat Harald Tischhardt mit den neuen Jahresparkpickerln