Landeskonferenz der Steirischen Frauenbewegung
30. Jun 2008/11:10/ Abgelegt in:Lokal
Im Kraubather Dorfsaal unter dem Motto:
Aber: WAS hat Gesundheit mit ZEIT zu tun?
300 Frauen aus allen Teilen der Steiermark ließen sich vom Thema "Gesundheit! und Zeit!" motivieren, die Landeskonferenz in Kraubath zu besuchen. "Die Marktgemeinde Kraubath ist eine Vorreitergemeinde im Bereich der Kinderbetreuung" berichtete Bgm. Erwin Puschenjak stolz in seinen Grußworten.
Aber: WAS hat Gesundheit mit ZEIT zu tun?
300 Frauen aus allen Teilen der Steiermark ließen sich vom Thema "Gesundheit! und Zeit!" motivieren, die Landeskonferenz in Kraubath zu besuchen. "Die Marktgemeinde Kraubath ist eine Vorreitergemeinde im Bereich der Kinderbetreuung" berichtete Bgm. Erwin Puschenjak stolz in seinen Grußworten.
Bezirksparteiobfrau Vzbgm. Ing. Eva Maria Lipp wies ebenfalls auf die mannigfachen Verantwortungsbereiche von Frauen hin: "Viele von uns arbeiten in einem Erwerbsberuf, managen die Familie, die Erziehung - es ist notwendig, dass für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gute, finanzierbare Voraussetzungen getroffen werden". Das Thema Gesundheit verband Lipp auch stark mit gesunder Nahrung: "Wir brauchen keine Angst zu haben, dass unsere Bauern keine guten Lebensmittel auf den Markt bringen - wir müssen dieses Angebot aber auch annehmen" sprach sich Lipp eindeutig für heimische Lebensmittel aus!
LH-Stv. Hermann Schützenhöfer zeigte sich erfreut, dass so viele Frauen Interesse für das Thema "Gesundheit" zeigen. Es betonte, dass es Aufgabe der Politik sei, finanzierbare und fachlich qualifizierte Kinderbetreuung anzubieten. Schützenhöfer sprach auch die zurückgehende Arbeitslosigkeit an, aber "schauen wir uns doch den dramatischen Rückgang an Geburten an - da muss doch auch die Arbeitslosigkeit zurückgehen!" Die Steiermark werde auch in Zukunft den „Weiß-Grünen Weg“ mit den Themenfeldern Klima schützen, Heimat schätzen, Wirtschaft stärken, Familien schützen, Gesundheit schätzen und Gesundheit stärken gehen.
Gender medicine - der kleine Unterschied macht´s aus Mag. Laura Rosinger zeigte im Zeitraffer, wie Frauen - noch vor gar nicht allzu langer Zeit - als "fehlerhafte" Männer gesehen wurden. "Wissenschaftlich" wurde noch im 19. Jahrhundert nachgewiesen, dass Frauen eher für Haus und Heim taugten, weil sie den nötigen Intellekt für anderes nicht hätten - und daraus resultierende (mehr als fragwürdige) Vorgangsweisen. So wurden Frauen z.B. auf Grund ihrer "Zustände" viel leichter in den Narrenturm eingewiesen. Dr. Mag. Marion Habersack von gender.unit der Medizinischen Universität Graz machte in ihrem Referat drastisch deutlich, dass Frauen andere Krankheitssymptome zeigen als Männer, anders auf Medikamente reagieren und auch heute noch von Untersuchungen etc. leichter ausgeschlossen seien als Männer. "Wissen Sie, dass Frauen bei einem Herzinfarkt z.B. Kieferschmerzen haben können - selten aber den bei Männern obligaten Schmerz im Brustraum?" fragte Habersack die anwesenden Frauen. "Haben Sie den Mut und hinterfragen Sie Untersuchungen, fordern Sie zusätzliche Diagnoseverfahren und nehmen Sie Rehabilitationsmaßnahmen an!" forderten Rosinger und Habersack die Frauen auf.
Zeitwohlstand auf Kosten von Güterwohlstand Sepp Loibner, bekannter ORF-Moderator und Buchautor ließ in seinem Referat die Zeit rasch vergehen - ganz nach seiner Aussage: wenn man sich auf etwas freut, ist die Zeit lang, wenn etwas interessant oder schön ist, findet man die Zeit, die man zuhört, kurz. Loibner machte auf "Zeitdiebe" aufmerksam - wir versuchen immer mehr Dinge auf einmal zu machen. Zeitwohlstand auf Kosten von Güterwohlstand heißt, dass ich vielleicht nicht so viel Geld habe, aber dafür habe ich Zeit. "Ich möchte später einmal nicht von meinen 4 Kindern hören, dass sie mich während ihrer Kindheit nicht gesehen hätten" sprach er wohl vielen Frauen aus der Seele.
Ortsgruppe-Eisbach Rein gewinnt das Steirerbike Gemeinsam mit LR Mag.a Kristina Edlinger-Ploder überreichte Landesleiterin 2. Landtagspräsidentin Walburga Beutl ein Steirerbike an Johanna Schaupp, Ortsleiterin von Eisbach-Rein, die im letzten halben Jahr die meisten Neubeitritte zu verzeichnen hatte. Auf dem Platz 2 platzierten sich ex aequo die Ortsgruppen Pöls und Pinggau.
Dank für die geleistete Arbeit Genauso wie BZL Andrea Saiger dankte auch Landesleiterin Beutl den Frauen für ihre Arbeit im abgelaufenen Arbeitsjahr und ermunterte sie auch weiterhin Themen aufzugreifen und aufzubereiten. Beutl betonte auch die gute Zusammenarbeit aller Gremien - was sich u.a. im Besuch der Nationalrätinnen Adelheid Fürntrath-Moretti, Barbara Riener und Ridi Steibl, BR MMag. Barbara Eibinger, LSR-Vizepräs.Elisabeth Meixner, Monika Spreitzhofer, Dr. Gudrun Uran (Obfrau des Steirischen Patienten- und Pflegeservices), JVP-LO NRAbg. Thomas Einwallner und vielen anderen zeigte. Gemeinsam sind wir stark! Dieses Motto der Steirischen Frauenbewegung war an diesem Tag deutlich zu spüren!
LH-Stv. Hermann Schützenhöfer zeigte sich erfreut, dass so viele Frauen Interesse für das Thema "Gesundheit" zeigen. Es betonte, dass es Aufgabe der Politik sei, finanzierbare und fachlich qualifizierte Kinderbetreuung anzubieten. Schützenhöfer sprach auch die zurückgehende Arbeitslosigkeit an, aber "schauen wir uns doch den dramatischen Rückgang an Geburten an - da muss doch auch die Arbeitslosigkeit zurückgehen!" Die Steiermark werde auch in Zukunft den „Weiß-Grünen Weg“ mit den Themenfeldern Klima schützen, Heimat schätzen, Wirtschaft stärken, Familien schützen, Gesundheit schätzen und Gesundheit stärken gehen.
Gender medicine - der kleine Unterschied macht´s aus Mag. Laura Rosinger zeigte im Zeitraffer, wie Frauen - noch vor gar nicht allzu langer Zeit - als "fehlerhafte" Männer gesehen wurden. "Wissenschaftlich" wurde noch im 19. Jahrhundert nachgewiesen, dass Frauen eher für Haus und Heim taugten, weil sie den nötigen Intellekt für anderes nicht hätten - und daraus resultierende (mehr als fragwürdige) Vorgangsweisen. So wurden Frauen z.B. auf Grund ihrer "Zustände" viel leichter in den Narrenturm eingewiesen. Dr. Mag. Marion Habersack von gender.unit der Medizinischen Universität Graz machte in ihrem Referat drastisch deutlich, dass Frauen andere Krankheitssymptome zeigen als Männer, anders auf Medikamente reagieren und auch heute noch von Untersuchungen etc. leichter ausgeschlossen seien als Männer. "Wissen Sie, dass Frauen bei einem Herzinfarkt z.B. Kieferschmerzen haben können - selten aber den bei Männern obligaten Schmerz im Brustraum?" fragte Habersack die anwesenden Frauen. "Haben Sie den Mut und hinterfragen Sie Untersuchungen, fordern Sie zusätzliche Diagnoseverfahren und nehmen Sie Rehabilitationsmaßnahmen an!" forderten Rosinger und Habersack die Frauen auf.
Zeitwohlstand auf Kosten von Güterwohlstand Sepp Loibner, bekannter ORF-Moderator und Buchautor ließ in seinem Referat die Zeit rasch vergehen - ganz nach seiner Aussage: wenn man sich auf etwas freut, ist die Zeit lang, wenn etwas interessant oder schön ist, findet man die Zeit, die man zuhört, kurz. Loibner machte auf "Zeitdiebe" aufmerksam - wir versuchen immer mehr Dinge auf einmal zu machen. Zeitwohlstand auf Kosten von Güterwohlstand heißt, dass ich vielleicht nicht so viel Geld habe, aber dafür habe ich Zeit. "Ich möchte später einmal nicht von meinen 4 Kindern hören, dass sie mich während ihrer Kindheit nicht gesehen hätten" sprach er wohl vielen Frauen aus der Seele.
Ortsgruppe-Eisbach Rein gewinnt das Steirerbike Gemeinsam mit LR Mag.a Kristina Edlinger-Ploder überreichte Landesleiterin 2. Landtagspräsidentin Walburga Beutl ein Steirerbike an Johanna Schaupp, Ortsleiterin von Eisbach-Rein, die im letzten halben Jahr die meisten Neubeitritte zu verzeichnen hatte. Auf dem Platz 2 platzierten sich ex aequo die Ortsgruppen Pöls und Pinggau.
Dank für die geleistete Arbeit Genauso wie BZL Andrea Saiger dankte auch Landesleiterin Beutl den Frauen für ihre Arbeit im abgelaufenen Arbeitsjahr und ermunterte sie auch weiterhin Themen aufzugreifen und aufzubereiten. Beutl betonte auch die gute Zusammenarbeit aller Gremien - was sich u.a. im Besuch der Nationalrätinnen Adelheid Fürntrath-Moretti, Barbara Riener und Ridi Steibl, BR MMag. Barbara Eibinger, LSR-Vizepräs.Elisabeth Meixner, Monika Spreitzhofer, Dr. Gudrun Uran (Obfrau des Steirischen Patienten- und Pflegeservices), JVP-LO NRAbg. Thomas Einwallner und vielen anderen zeigte. Gemeinsam sind wir stark! Dieses Motto der Steirischen Frauenbewegung war an diesem Tag deutlich zu spüren!



