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Trofaiach: Kreisverkehr hui –
neuer (bald) alter Hauptplatz pfui

Der kleine aber feine Kreisverkehr in der Langenfelderstraße beim Hofer, der bisher schon immer mit gepflegten Blumen versehen war, ist nun um eine Attraktion reicher. In den letzten Tagen wurde nämlich das originale „Pulvertor“ aus dem Jahr 1918 verkleinert nachgebaut und dort platziert.
Kreisverkehre sind bekanntlich meistens nur zweckmäßig und nicht immer optisch eine Augenweide: Ein Lied davon zu singen weiß man in der Bezirkshauptstadt Leoben. Als man vor nicht allzu langer Zeit endlich den ersten Kreisverkehr bei der Ortseinfahrt in Leoben-West bekam, war dessen Gestaltung eine schwere Geburt. Da ein von einem anerkannten Künstler vorgeschlagenes Stahlmonument – passend zur Stahlstadt Leoben – zu teuer kam, entschied man sich dann für das neue „Le-Logo“, wobei für die Grünfläche selbst ein sonst hauptsächlich nur auf Golfplätzen verlegter teurer Fertigrasen (Quadratmeterpreis je nach Qualität von drei Euro aufwärts) nicht zu teuer war.
Dennoch musste sich Leobens Bürgermeister Matthias Konrad in der letzten Gemeinderatssitzung von VP-Gemeinderätin Michi Pratshofer die „Gewissensfrage“ gefallen lassen, die lautete: „Seien Sie ehrlich, welcher Kreisverkehr gefällt Ihnen besser? Der bei der Stadteinfahrt in Leoben-West mit dem Logo auf dem Rasen, oder der neue beim LCS mit Blumen“. Konrad`s Antwort blieb freilich aus!
„Sorgen“, welche die Bewohner in Trofaiach nicht haben! Bei der Einfahrt aus dem Osten auf der alten Bundesstraße aus Richtung St. Peter lachen einem rechts Blumen entgegen, die in der Nacht sogar noch beleuchtet werden. (Erschreckt sind Autofahrer höchstens, wenn sie Trofaiach verlassen und nicht wissen, warum sie plötzlich links ein grelles weißes Licht sehen.)
Eine Augenweide auch die Einfahrt über den Kreisverkehr in der Langenfelderstraße beim Hofer. Der Kreisverkehr ist klein, aber fein, sprich mit gepflegten Blumen versehen.
Nun hat man sogar das originale „Pulvertor“ aus dem Jahr 1918 verkleinert nachgebaut und dort platziert. Das Pulvertor soll gleichzeitig auf die Ausstellung Trofaiach 1918 bis 2008 aufmerksam machen, welche im Heimatmuseum am 20. Juni eröffnet wird und bis September zu sehen ist.
Für viele TrofaiacherInnen aber eine saftige „Watschen“ ist jedoch der Neue (bald) alte Hauptplatz. Dort wo bisher neben den Parkplätzen saftige Rasenflächen immer schön gemäht wurden, und der natürliche Christbaum einer kerzengeraden Fichte erstrahlte, entstand nach dem Verkauf des Hauptplatzes durch den Bau der neuen Raiba-Zentrale samt Tiefgarage eine „Betonwüste“ .

„Kopfschütteln“ ist aber auch beim Umbau des nunmehr neuen Hauptplatzes gegenüber rund um die Apotheke angebracht. Die Fläche, welche bisher gesamt als Parkfläche diente, wird nun zweigeteilt. Fast gleich viele Parkplätze entstehen nun nur mehr westlich. Östlich wird ein (hoffentlich) schöner Hauptplatz gestaltet. Für viele TrofaiacherInnen allerdings unverständlich ist, warum - in Zeiten wie diesen, wo Sparen oberstes Gebot ist - der bisherige tadellose Asphalt bei den alten Parkplätzen gänzlich erneuert wurde.