Almwirtschaft und Tourismus in Gefahr
31. Jul 2009/12:58/ Abgelegt in:Leserbriefe
Die Leobener Hütte ist eines der bekanntesten Beispiele der Auswirkungen der sehr streng gewordenen Auflagen hinsichtlich der Bewirtschaftung von Almhütten. Nur wen von den Wanderern hat es wirklich gestört, dass es keine getrennten WC-Anlagen gab? Kein Wanderer wird sich auf den Almhütten eine 4 Sterne -Ausstattung erwarten. Schlimm ist auch die Vorstellung, dass Getränke in Zukunft nur noch im Pappbecher ausgeschenkt werden dürfen, da die kleineren Hütten über keine Geschirrspüler verfügen.
Noch viel krasser ist aber zu sehen, dass alle Brunnen in der freien Natur, eben auch jene auf unseren Almen, nur dann als Trinkwasser zu verwenden sind, wenn die Wasserqualität pünktlich um ein paar hundert Euro untersucht worden ist. Wird die Wasserqualität nicht behördlich untersucht, muss an jedem „Wassertrögl“ ein Schild mit den Worten „Kein Trinkwasser“ angebracht werden. Und genau das ist ein Wahnsinn für die Wanderer, für die Almbewirtschaftung und für die vielen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Alpenvereine.
Als Gast würde ich mir beim Anblick eines derart beschrifteten Wassertrögls denken, dass ich in eine verseuchte Gegend gekommen bin, in der nicht einmal mehr das Bergwasser bedenkenlos getrunken werden kann. Die Bergtouristen werden dann in Zukunft wohl ausbleiben, was auch viele andere wirtschaftliche Schäden für die Region bedeuten wird.
In weiterer Folge sehe ich auch die Gefahr, dass die Rinderhaltung und somit die ursprüngliche Almbewirtschaftung früher oder später auch vor dem Aus steht. Denn wenn die Almhütten nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sind, werden sich auch keine SennerInnen mehr finden. Wenn dieses Szenario eintritt, geht für uns alle ein wesentliches Stück Heimat und Kulturlandschaft verloren.
Es ist unverständlich, dass sich unsere Tourismusverantwortlichen der Region dazu noch nicht beim zuständigen Landesrat Dr. Helmut Hirt gemeldet haben. Die Lebensmittelaufsicht ist in seinem Ressort ansässig. Fühlt er sich in der Steiermark auf den Almen mit dem besten Bergwasser nicht mehr sicher? Wird wohl so sein, denn von seiner Seite ist diesbezüglich noch kein einziges Signal des Entgegenwirkens gekommen.
Ich fordere daher alle Tourismusobleute der Region bzw. der gesamten Almenregion der Steiermark auf, sich dahingehend einzusetzen. Denn wenn die Gäste einmal weg sind, die Almhütten zu verfallen beginnen, wird es wohl zu spät sein!
Vzbgm. Ing. Eva Maria Lipp
ÖVP-Bezirksparteiobfrau
Als Gast würde ich mir beim Anblick eines derart beschrifteten Wassertrögls denken, dass ich in eine verseuchte Gegend gekommen bin, in der nicht einmal mehr das Bergwasser bedenkenlos getrunken werden kann. Die Bergtouristen werden dann in Zukunft wohl ausbleiben, was auch viele andere wirtschaftliche Schäden für die Region bedeuten wird.
In weiterer Folge sehe ich auch die Gefahr, dass die Rinderhaltung und somit die ursprüngliche Almbewirtschaftung früher oder später auch vor dem Aus steht. Denn wenn die Almhütten nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sind, werden sich auch keine SennerInnen mehr finden. Wenn dieses Szenario eintritt, geht für uns alle ein wesentliches Stück Heimat und Kulturlandschaft verloren.
Es ist unverständlich, dass sich unsere Tourismusverantwortlichen der Region dazu noch nicht beim zuständigen Landesrat Dr. Helmut Hirt gemeldet haben. Die Lebensmittelaufsicht ist in seinem Ressort ansässig. Fühlt er sich in der Steiermark auf den Almen mit dem besten Bergwasser nicht mehr sicher? Wird wohl so sein, denn von seiner Seite ist diesbezüglich noch kein einziges Signal des Entgegenwirkens gekommen.
Ich fordere daher alle Tourismusobleute der Region bzw. der gesamten Almenregion der Steiermark auf, sich dahingehend einzusetzen. Denn wenn die Gäste einmal weg sind, die Almhütten zu verfallen beginnen, wird es wohl zu spät sein!
Vzbgm. Ing. Eva Maria Lipp
ÖVP-Bezirksparteiobfrau

















