Neue Hochbeete in der Stadt laden zum Genussgärtnern ein | Bezirksnachrichten Leoben – Leoben-Prompt

Neue Hochbeete in der Stadt laden zum Genussgärtnern ein

Die Schüler der dritten Klassen der Volksschule Leoben-Seegraben sind mit Begeisterung dabei. Unter fachkundiger Anleitung von Judith Nestler, Natur- und Waldpädagogin, werden im schuleigenen Garten Radieschen, Salate, Kräuter oder bunte Kartoffeln selbst angebaut. Auch neue Sträucher, die noch vor Schulende schmackhafte Beeren tragen werden, wurden von den Schülern gepflanzt. Im Sommer werden dann noch Kürbisse gesetzt, die über die Ferien wachsen können und zu Schulbeginn geerntet werden. Vizebürgermeister Maximilian Jäger besuchte die jungen Gärtner bei ihrer Arbeit und meinte: „Die Kinder sind mit großer Begeisterung dabei, sie sehen Früchte und Gemüse wachsen und erfahren den Bezug zur Natur. Die Stadt Leoben unterstütz gerne dieses Projekt.“

Das Projekt ist Teil der Initiative „Genussgärtnern“, einem EU-geförderten Leaderprojekt, an dem sich die Stadt Leoben seit diesem Frühjahr beteiligt. Jetzt am Anfang sind vor allem Schulen, Kindergärten, Senioren und betreute Jugendliche eingebunden. Bislang wurden an insgesamt vier Standorten Genussgärten geschaffen, die vom Referat Grünflächen und Friedhöfe der Stadt Leoben fachlich betreut werden. Auch Material und Saatgut stellt die Stadt zur Verfügung.

Neben der VS Seegraben, wo der bereits vorhandene Schulgarten reaktiviert wurde, finden sich neue Hochbeete im Kindergarten Leoben-Donawitz, im Seniorenwohnheim in Leoben-Göß und – als sichtbares Beet in der Öffentlichkeit – in der Roseggerstraße, um das sich das Institut für Familienförderung kümmert. „Ziel ist es, mit diesen betreuten Beeten das Thema der essbaren Stadt in Leoben sichtbar und bewusst zu beginnen. Wenn es gut läuft, soll diese Aktion auf weitere interessierte Bevölkerungsgruppen ausgeweitet werden“, erklärte Alois Kieninger, Leiter des Referats Grünflächen und Friedhöfe.

Das Projekt Genussgärtnern, das vom Verein „Kindergärtnerei“ aus St. Michael unter Obmann Robert Blachfellner ins Leben gerufen wurde, läuft unter dem Thema „essbare Stadt“ in Leoben im Zeitraum von 2017 bis 2019. In diesen drei Jahren stellt die Stadt Leoben für Material und Betreuung der Standorte in der Stadt 10.000 Euro zur Verfügung. Die EU fördert das Gesamtprojekt bezirksweit mit 23.000 Euro.



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