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Schüler beweisen, dass sie kritisch, aber nicht verdrossen sind

Zu einer recht spannenden Diskussionsrunde mit politischen Vertretern kam es heute an der HBLA Leoben. Die Schüler haben, nicht zuletzt auch deshalb, weil es für manche das erste Mal sein wird, dass sie am 21. März wählen dürfen, Parteien eingeladen daran teilzunehmen. Vertreter der einzelnen politischen Gruppierungen konnten sich demnach an der Diskussion beteiligen und sich der einen oder anderen kniffligen, direkten Frage stellen. Mit der einzigen weiblichen Vertreterin beginnend: Vzbgm. Eva Maria Lipp (ÖVP), Bürgermeister Matthias Konrad (SPÖ), LAbg. Werner Murgg (KPÖ), LAbg. Lambert Schönleitner (Die Grünen), Gerald Grosz (BZÖ) und Gerd Krusche (FPÖ) übernahmen diese Aufgabe gerne im Interesse ihrer Fraktionen.
Das es den Schülern um mehr ging, als nur um die bevorstehenden Gemeinderatswahlen wurde bald klar. Nach einer Kurzpräsentation der politischen VertreterInnen ging es dann auch gleich ungebremst los mit durchaus „würzigen” Fragen. Doch auch so manche Antwort hatte es ganz schön in sich. Teilweise würde ich mich nicht einmal trauen sie hier schriftlich wieder zu geben. Vielleicht aus Respekt vielleicht aus Anstand. Sei´s wie´s sei mit Sicherheit konnten sich die Schüler ein grobes Bild verschaffen. Wenngleich das Interesse nicht permanent zu spüren war von Politverdrossenheit zu sprechen ist wahrlich nicht angebracht. Den Teil der Jugend den ich heute erleben durfte macht sich sehr wohl Gedanken um die eigene Zukunft und manchmal sogar mehr und intensiver als es „die Politik” tut. Ich kann nur sagen es ist schön zu wissen, dass unter jenen denen man Verdrossenheit und Stagnation nachsagt auch Geister gibt die genau das Gegenteil sind.

Um auch die Themen der Fragen kurz anzureißen hier ein Überblick in Stichworten: Präsidentschafts-Kandidatur Barbara Rosenkranz, Ausländerfeindlichkeit, Integration – Wie? Wie kann es dazu kommen, dass es an Wiener Schulen einen 100% Ausländeranteil gibt (Integration?), Frauenrechte und Gleichstellung (diese Frage wurde interessanterweise von zwei jungen Herren gestellt). H.C. Straches Image, Projekt Gesamtschule und letztlich interessierte die Jugendlichen noch wie es künftig mit den Studiengebühren aussieht. All diese Fragen wurden ausführlichst von allen Beteiligten beantwortet. Und in einem waren sich alle sechs Politiker einig. Nutzt euer Wahlrecht!
T.hinK.

Abschlussworte in der Reihenfolge wie sie gesagt wurden.
Werner Murgg: „Jeder der nur einen Schritt macht streift an der Politik an – alles ist Politik”
Lambert Schönleitner: „Engagiert euch in der Politik und bringt eure Ideen ein”
Matthias Konrad: „Leoben wurde Dank einer Mehrheit umgestaltet”
Gerd Krusche: „Nehmt euch das Recht und seid demokratisch Kritisch”
Gerald Grosz: „Interessieren sie sich und seien sie die Kontrolle für die Politik”
Eva Maria Lipp: „Schaut euch die Leute genau an die eure Interessen vertreten sollen”

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