Logischer Schluss – Menschenunwürdig – weg mit den Menschen? | Bezirksnachrichten Leoben – Leoben-Prompt

Logischer Schluss – Menschenunwürdig – weg mit den Menschen?

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Was darf man sich als Bewohner einer Gemeinde erwarten, in der die einzige Zusammenarbeit und Einigkeit nahezu aller Gemeinderatsparteien darin besteht, dass das subjektive Schutzgefühl der Bevölkerung vor der Hilfe von Bedürftigen kommt? Würde es nicht eher christlichen und sozialen Werten entsprechen einfach mal zu sagen: „Es ist wie es ist – machen wir das Beste draus – aber vor allem, zeigen wir uns von unserer menschlichen Seite.”, Ja, christliche und soziale Werte, die viele Einheimische Andersgläubigen, aus ihrer Heimat Vertriebenen, absprechen?
Nein, finanzielle Mittel sind nicht unerschöpflich, zumindest nicht auf kommunaler Ebene. Ähnlich verhält es sich mit Lebensmitteln und Luxusgütern, dennoch gibt es von all dem sooooo viel, um damit zu spekulieren, zu verleihen, damit zu wetten oder auch Abhängigkeiten zu finanzieren. Doch die Grundhaltung: Du/ihr seid hier nicht erwünscht macht nichts besser, im Gegenteil. Wenn jemandem nichts anderes übrig bleibt als zu flüchten, man irgendwo ankommt und anstatt normal begrüßt zu werden pseudoinhaftiert wird – wie fühlt man sich da wohl? Ich glaube die meisten die hier oder in Deutschland angekommen sind haben recht rasch realisiert, dass es nicht so ist wie sie es sich gewünscht haben, doch was kommt dann? Reisen sie weiter? Dürfen sie das? Wieder zurück? Waren alle Strapazen umsonst? Wie soll man sich künftig den gleichen Problemen stellen die einen ursprünglich gezwungen haben, sich auf den Weg zu machen?

Wäre ich im Jahr 2000 in England in ein Asylwerberquartier verfrachtet worden, hätte ich mir vielleicht viel Geld erspart, weil die Mieten damals in London schon einfach abartig hoch waren, trotzdem hätten mich all diese Fragen auf kurz oder lang wahrscheinlich entweder in den Wahnsinn oder in die Kriminalität getrieben. Das traue ich mich zu behaupten. Wahrscheinlich war ich damals, wie viele vor und auch nach mir, im weitesten Sinn wohl ein Wirtschaftsflüchtling, weil ich mir einen besseren Job versprochen habe. Gewesen ist das bei weitem nicht so. Ich habe sehr viel gelernt in dieser Zeit, habe sehr positive Erfahrungen gemacht, aber auch Negative. Alles zusammen hat mich ein Stück weit geprägt und mit zu dem gemacht, der ich heute bin. Hätte man mich so behandelt wie heute Asylwerber in Österreich und Deutschland behandelt werden, hätte ich wohl keine guten Erinnerungen. Auch das hätte mich geprägt, nur bestimmt in eine ganz andere Richtung.

Was ich damit sagen will: In Leoben war in meiner bisherigen Laufbahn mit meinem Medium oft davon die Rede wie wertvoll die Studierenden aus aller Herren Länder sind. Sie nehmen viele positive Eindrücke aus der Montanstadt und ihrer Alma Mater mit in ihre Heimatländer, erzählen wie gut es ihnen ergangen ist und kommen wahrscheinlich gerne wieder. Die Menschen, die in Asylheimen zusammengepfercht ihr Dasein fristen sehen sich dagegen fast nur mit Ablehnung und Anfeindung konfrontiert. Tatsache ist, dass in diesen Massenquartieren Menschen untergebracht sind die zumindest, sofern ihrem Asylansuchen stattgegeben wird, drei Jahre in Österreich leben werden. Bei all den Rufen, dass ein Quartier für hunderte von Menschen unwürdig sei, fehlt es dennoch an Vorschlägen alternativer Unterbringung. Nur zu sagen das Quartier ist Menschenunwürdig, weg mit den Menschen, ist scheußlich!!!
T.hinK.



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