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Was wurde wirklich aus dem demokratischen Grundkonsens

Diese Frage, wenn auch indirekt und vielleicht auch ungewollt, hat mir 3. Nationalratspräsident Dr. Martin Graf (FPÖ) gestern Abend beantwortet. Da ich grundsätzlich politisch Interessiert bin folgte ich einer Einladung, der Liste Leobener Studenten, die einen Vortrag zum Thema „Der demokratische Grundkonsens” versprach. Sehr schnell wurde ich dabei auf den Boden der Realität zurückgeholt.
Dachte ich doch wirklich einen politisch wertvollen Vortrag präsentiert zu bekommen, war die Überraschung das Thema kurzerhand zumindest soweit zu verwerfen, als dass es den Bedürfnissen und der politischen Gesinnung des Vortragenden genehm war, bei mir umso größer. Dass, ein Vortrag kein Dialog ist, ist mir klar und so etwas habe ich auch nicht erwartet. Wenn ein gewählter Mandatar aber nicht über demokratische Werte sprechen kann, ohne politische Kontrahenten permanent anzugreifen sich selbst und ein „Medium”, wie es derer heute bereits viele gibt, zu beweihräuchern muss ich hier schreiben, schade um meine Zeit und noch mehr Schade um den Aufwand den Leobener Studenten betrieben um diesen „Vortrag” samt Sicherheitsdienst zu organisieren.

Da Dr. Graf davon sprach er wünsche sich Medien und Redakteure mit mehr Biss, gehe ich davon aus, dass er verstehen wird wenn ich schreibe: Bei allem Respekt – So nicht! Übrigens war ich angesichts des Themas zu dem geladen wurde etwas verwundert, ausser den Parteinahen der Stadt Leoben keine anderen Regionalpolitiker angetroffen zu haben. Gibt es sowas wie einen demokratischen Grundkonsens überhaupt, und wer kann und darf darüber reden?
T.hinK.