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Hausgemachter Koalitionskrach   

Nur mit Kopfschütteln kann man als mündiger Bürger den künstlichen Koalitionszoff zum Thema Erstaufnahmezentrum Eberau zur Kenntnis nehmen. Besonders paradox ist, dass der Fall Vordernberg als Paradebeispiel der Demokratie hochgelobt wird. In Wirklichkeit ist hier die SPÖ Gemeinderatsfraktion (12 von 15 Sitzen) über die Bürger „drübergefahren", die von der FPÖ geforderte Bürgerbefragung wurde zur Farce.
Durch Suggestivfragen wurde dieser nämlich jede demokratische Legitimation genommen. Von Herrn LH Voves hörte man schon zum geplanten Schubhaftzentrum in Leoben höchstens beschwichtigende Worte, durch den Widerstand der Bürger schwenkte die SPÖ in ihrem Kurs und sprach sich gegen ein Schubhaftzentrum in der gesamten Steiermark aus, bis Genosse Hubner aus Vordernberg seine geistreiche Idee hatte. Nun soll in Eberau ein Erstaufnhamezentrum errichtet werden und alle schreien auf, ja sogar gegen den bis dato verhätschelten Koalitionspartner wird gewettert. Die blaue Volksbefragungsidee wurde ungeniert abgekupfert, aber über wirkliche Lösungen wird nicht nachgedacht. Ein kombiniertes Schubhaft- und Erstaufnahmezentrum in Schwechat würde genügen, die Flughafennähe spricht für den Standort. Weiters müsste der Vorschlag vom deutschen Sozialisten Schilly endlich umgesetzt werden, Aufnahmezentren in Nordafrika und Osteuropa zu errichten, um Österreich und die restlichen EU-Staaten zu entlasten.

Daniel Geiger, Leoben