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„das neuestadttheater“ – Lehrercafe

stadttheater
Alles hat seinen Auftakt – auch die intensiven Bestrebungen, Jugend in das alt – ehrwürdige Leobener Theaterhaus zu bringen, hatten diesen. Die Verantwortlichen luden zu einem „Lehrercafe“, das trotz ungewöhnlicher Nachmittagsstunde erfreuliches Interesse in den angesprochenen Kreisen fand, wobei VertreterInnen von HS und AHS von Stadtrat Valland und Peter Faßhuber, (Leiter und auch Organisator des Projektes “das neuestadttheater leoben“) begrüßt wurden.
Sie betonten einstimmig in ihren einleitenden Worten, dass der vorjährige Start zu dieser Idee ein voller Erfolg (rund 700 Besucher ) wurde, sodass man das diesjährige Angebot auf acht Aufführungen aufgestockt hat.

Zwei konzeptionelle Schwerpunkte sollen das Programm der Spielzeit 2009/10 prägen :
eine Auseinandersetzung mit dem stets streitbaren Thema „Fremd und Heimat ”;
andererseits die Betrachtung von „Jugend und Kult“.

Der Spielplan setzt sich gezielt mit diesen Themen auseinander und versucht dabei den Fokus auf ein jugendliches Publikum (etwa ab 14 Jahren – aber auch vereinzelt schon ab 10 Jahren) zu richten. Alle Stücke bieten AHS Schulen eine hervorragende Basis für den Unterricht und sollen so den Theaterbesuch interessant machen.

Zu dem muss aber eindringlich gesagt sein, dass alle Stücke auch für das traditionelle Abendpublikum eine interessante Auseinandersetzung mit der heutigen Theaterwelt und ihrer Entwicklung bieten. Hier darf man ohne weiteres an die griechische Antike erinnern, in der das Theater ebenfalls entscheidende und tief greifende Veränderungen erfuhr (man denke nur an Sophokles!). Sicher sind alle aufgeführten Produktionen in ihrer Formensprache zeitgemäß, aber sie bringen neben renommierten nationalen freien Gruppen auch internationale Ensembles ins „neuetheater“. Unter ihnen befinden sich zwei viel beachtete und mit Preisen und Einladungen zu internationalen Festivals bedachte Projekte.

Dieser konsequente Weg soll mit innovativen ehrlichem Theater vom Event – Denken im Schauspiel wegführen. Er soll in den Schulen Vorab - Wissen vermitteln, ebenso wie man nach den Aufführungen im Foyer des Hauses zu Nachbesprechungen einlädt. Es sollen aber auch Dramatikernamen beachtet werden wie etwa der Leobener Günther Freitag, Felix Mitterer oder Karl Schönherr. Nachdem die allgemeine Theatersaison - durch den Ausfall von Karl Merkatz (erkrankt) – mit dem Stück „12 Schwestern“, inspiriert von Tschechovs „3 Schwestern“ (Produktion von SCHINDELKILISDUTSCHKE Berlin) beginnt, sollte man am 7. Oktober dem Saisonauftakt mit dem „neuentheater leoben“ Beachtung schenken. =kk=