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An den Rändern des konventionellen Theaterbegriffs!

„Das neuestadttheater“ und TiB mit „Bette Davis Eyes“: Es ist nicht immer sofort nachvollziehbar, wohin modernes Theatergeschehen tendiert und für viele Besucher ein Herausforderung, der man sich auch ganz gerne entzieht. Sehr deutlich kam dies im jüngsten Beitrag „das neuestadttheater Leoben“ dieses Mal in Zusammenarbeit mit dem „Theater im Bahnhof“ (TiB) Graz zum Ausdruck. Immerhin ist es ein Versuch dem ständigen Vorwurf der Jugend Rechnung zu tragen, das Programm sei zu sehr dem etablierten Theater zugewandt – und wie kommt es dann, das gerade diese Generationen bei den Aufführungen nur äußerst spärlich vertreten sind?
Oder sind knapp zwei Dutzend Jugendliche für eine Stadt wie Leoben mit vier Höher bildenden Schulen und einer Universität eine nachhaltige Bestätigung für ein dynamisches Gebilde des Theaters? So bleibt dem dorthin „verirrten“ etablierten Betrachter eigentlich nur der schwache Versuch einer Spurensuche nach Inhalt und Aussage der Produktion „ Bette Davis Eyes – oft ist das Leben ein Film“, bei der in erster Linie die außergewöhnlich starke schauspielerische Leistung der Protagonistin Elisabeth Holzmeister im Vordergrund stand. Was sie in den siebzig Minuten (ohne Pause) sowohl in Wort, Dramatik und Musik in den Raum stellte, war unter der Regie von Ed Hauswirth außergewöhnlich. Dies umso mehr als in dieser Kollage von verschiedenen legendären Filmszenen vermengt mit Einblendungen in bekannte Gegenwartsgeschichte (Kreisky, Androsch etc,) und unterbrochen von abrupten Gefühlsausbrüchen vieles irritierend wirkte.

Manches mal hatte man das Gefühl in einen Ablauf von Traumbilder, ja Alpträumen geraten zu sein, denen die logische Konsequenz fehlt. Das Beziehungsfeld zwischen Recherche, Textlichem und Improvisation drohte dabei manches Mal im engen Pariser Gässchen oder im Wirtschaftsgebäude von Franz und Judith Holzmeister – auf dem Weg von Hausmannstätten bis Hollywood - zu verschwimmen, daran konnten selbst bekannteste Namen von Filmschauspieler/Innen kaum etwas ändern. =kk= Foto : Klara Kraus

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