An den Rändern des konventionellen Theaterbegriffs!
07. Mar 2010/09:56/ Abgelegt
in:Kultur
„Das
neuestadttheater“ und TiB mit „Bette Davis Eyes“: Es ist nicht
immer sofort nachvollziehbar, wohin modernes Theatergeschehen
tendiert und für viele Besucher ein Herausforderung, der man sich
auch ganz gerne entzieht. Sehr deutlich kam dies im jüngsten
Beitrag „das neuestadttheater Leoben“ dieses Mal in Zusammenarbeit
mit dem „Theater im Bahnhof“ (TiB) Graz zum Ausdruck. Immerhin ist
es ein Versuch dem ständigen Vorwurf der Jugend Rechnung zu tragen,
das Programm sei zu sehr dem etablierten Theater zugewandt – und
wie kommt es dann, das gerade diese Generationen bei den
Aufführungen nur äußerst spärlich vertreten sind?
Oder sind knapp
zwei Dutzend Jugendliche für eine Stadt wie Leoben mit vier Höher
bildenden Schulen und einer Universität eine nachhaltige
Bestätigung für ein dynamisches Gebilde des Theaters? So bleibt dem
dorthin „verirrten“ etablierten Betrachter eigentlich nur der
schwache Versuch einer Spurensuche nach Inhalt und Aussage der
Produktion „ Bette Davis Eyes – oft ist das Leben ein Film“, bei
der in erster Linie die außergewöhnlich starke schauspielerische
Leistung der Protagonistin Elisabeth Holzmeister im Vordergrund
stand. Was sie in den siebzig Minuten (ohne Pause) sowohl in Wort,
Dramatik und Musik in den Raum stellte, war unter der Regie von Ed
Hauswirth außergewöhnlich. Dies umso mehr als in dieser Kollage von
verschiedenen legendären Filmszenen vermengt mit Einblendungen in
bekannte Gegenwartsgeschichte (Kreisky, Androsch etc,) und
unterbrochen von abrupten Gefühlsausbrüchen vieles irritierend
wirkte.
Manches mal hatte man das Gefühl in einen Ablauf von Traumbilder, ja Alpträumen geraten zu sein, denen die logische Konsequenz fehlt. Das Beziehungsfeld zwischen Recherche, Textlichem und Improvisation drohte dabei manches Mal im engen Pariser Gässchen oder im Wirtschaftsgebäude von Franz und Judith Holzmeister – auf dem Weg von Hausmannstätten bis Hollywood - zu verschwimmen, daran konnten selbst bekannteste Namen von Filmschauspieler/Innen kaum etwas ändern. =kk= Foto : Klara Kraus
Manches mal hatte man das Gefühl in einen Ablauf von Traumbilder, ja Alpträumen geraten zu sein, denen die logische Konsequenz fehlt. Das Beziehungsfeld zwischen Recherche, Textlichem und Improvisation drohte dabei manches Mal im engen Pariser Gässchen oder im Wirtschaftsgebäude von Franz und Judith Holzmeister – auf dem Weg von Hausmannstätten bis Hollywood - zu verschwimmen, daran konnten selbst bekannteste Namen von Filmschauspieler/Innen kaum etwas ändern. =kk= Foto : Klara Kraus



















