Christian Schmallegger: Wenn Interesse zu Leidenschaft wird | Bezirksnachrichten Leoben – Leoben-Prompt

Christian Schmallegger: Wenn Interesse zu Leidenschaft wird

schmallys_2
< Familie Schmallegger
(von links: Paul, Christian und Lisa.
Foto: Udo Hainthaler)

Liebe Leserinnen und Leser! Ich habe große Freude, und ich glaube auch sie werden die bald haben. Christian Schmallegger, Sportbegeisterten und Freunden guter Gewürze bereits bestens bekannt, hat sich bereit erklärt leoben-prompt eine gewisse kulinarische Note zu verleihen. Leider, oder auch zum Glück, kann das Internet weder Geschmäcker noch Düfte erlesener Gewürze vermitteln, aber wir dachten uns was soll’s – give it a try. Die Bereitschaft, sich fernab oberflächlicher Kochbücher und Trends (beispielsweise Veganismus, 5 Elemente oder Makrobiotisch) wirklich mit der Kultur des Essens und der Qualität von Produkten auseinanderzusetzen, führt nicht zuletzt zu klügerem, zu verantwortungsvollerem Konsum. So stellt sich Christian Schmallegger, kurz Schmaly im Ersten Teil vor und erklärt, wie es überhaupt dazu kam, Gewürze und Gewürzmischungen selbst herzustellen.
Kochen zählt zu den schönsten Freizeitbeschäftigungen. Vor allem wenn man sich vorab mit den Nahrungsmitteln beschäftigt, die man zu sich nehmen möchte. Manchmal macht es Sinn sich darüber Gedanken zu machen was eine Zutat im Körper bewirkt, meist sollte man aber einfach genießen. Meine Beziehung zu natürlichem, gesunden Essen startete wie bei vielen Menschen. In meiner Schulzeit galt es als ein Privileg, wenn zu Hause Convenience Food (Fertigprodukte) serviert wurden. Ich weiß noch als ich stolz von einem Besuch bei einem Schulfreund heimkam und meiner Mama offenbarte, dass ich „Fertigpizza“ bekommen habe. Bei uns zu Hause gab es sowas kaum, außer ich machte beim traditionellen Freitagseinkauf im Coop-Markt einen Aufstand und konnte meine Gier nach tiefgekühltem oder aber auch in dosengefüllten Essen stillen. Gott sei Dank setzten sich meine Eltern – und damit die Vernunft meist durch. Den Spaß am Garten und vor allem am Ernten von Oma’s Obst und Gemüse hatte ich ja sowieso nie verloren. Ich weiß auch noch, wie ich im einmal in Februars Schneetreiben für Oma den Garten „umgestochen“ habe – an Motivation fehlte es also nie!

Dann kam die Zeit, in der ich mich dem Sport zuwendete. Es musste etwas sein das ich selbst in der Hand habe, das war klar. Für Tennis brauchte ich einen Gegner, für Fußball ein Team – beides schied daher relativ früh aus. Inspiriert von meinem Hauptschullehrer fand ich heraus, dass Laufen für mich das richtige ist. Relativ schnell wurde dieser Sport für mich zur Leidenschaft, zur Philosophie. Spätestens als ich die letzten 3 km heimgehen musste, weil mein Körper leer war, verstand ich wie wichtig es ist, sich hochwertigen Treibstoff zu verabreichen. Die nächste Leidenschaft war geboren. Ich interessierte mich als einer von wenigen 13-jährigen für Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett – aber es machte Sinn. Mit jedem gelaufenen Schritt kamen mir neue Ideen zur Optimierung meiner Lebensweise.

Ein paar Jahre später fand ich mich im Österreichischen Nationalteam wieder und bestritt Länderkämpfe, Europacups und auch Internationale Meisterschaften. Es kam der Tag, an dem ich eine unheimlich langweilige Vorlesung im 3. Semester des FH-Lehrgangs „Industriewirtschaft“ besuchte. Von absoluter Langeweile schöpferisch entflammt kam mir die Idee: USA. Ich weiß nicht mehr genau wie es gelaufen ist, aber wenige Wochen später hatte ich ein Sportstipendium an der University of Memphis.
Warum ich das alles erwähne, wenn es doch ums Kochen und Gewürze geht?
Die Fäden beginnen sich zu kreuzen.

USA, ja genau – dort wo Fast-Food regiert, die Menschen fettleibig sind und grauenhaftes Zeug essen. Von den 250 Millionen US-Amerikanern gibt es sicherlich einige die diesem „Ideal“ entsprechen. Doch ich lernte dort in 5 Jahren fast ausschließlich gutes Essen samt perfekten Kundenservice kennen. Internationale Küche wie ich sie in Österreich nicht kannte – Indisch, Thai, Japanisch, Französisch usw.. Sicher gibt’s das mittlerweile bei uns auch, aber für mich war es damals Neuland.
Und es gab eine Kultur, eine Religion: BBQ. Bei uns sagt man „Grillen“. BBQ ist weit mehr als mariniertes Fleisch aus seiner Vakuumverpackung zu befreien und über ein paar glühenden Kohlen schwarz anzubraten. Weit mehr, als die verbrannten Fleischstücke in Fertigsaucen aus dem Supermarkt zu ertränken, um diese samt einem Knoblauchbrot vom Diskonter hinunterzuwürgen.

In den Südstaaten der USA lebt man BBQ – und dieser Genuss sollte es sein, der mich nach meiner Rückkehr nach Österreich zu einer neuen Leidenschaft treiben sollte.



Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Werbung
-----------------------------------------------------
Partner:



  

-----------------------------------------------------
Medieninhaber und Herausgeber:
Thomas Kovacsics
Einzelunternehmen
Hauptplatz 13
8700 Leoben
Tel.: 0699 / 121 46 477
Email: Einfach hier klicken!
UID: ATU 57678427



-----------------------------------------------------
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.deBloggeramt.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de RSS VerzeichnisBlogverzeichnisRSS
-----------------------------------------------------