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Über verfrühte Aprilscherze

Aktuell sind es zwei Themen die mein Gemüt erregen. Beide betreffen den Bezirk Leoben zwar nicht unmittelbar, ich möchte aber trotzdem darüber schreiben.
GM Motors Chef Rick Wagoner bekommt 20 Mio. Dollar (15,4 Millionen Euro). Von General Motors wird seitens Präsident Barack Obama verlangt binnen 60 Tagen „einen besseren Geschäftsplan” vorzulegen bevor es weitere Staatshilfe gibt. Also werden gleich mal schwupdiwupp 20 Millionen Dollar investiert - in eine Maßnahme die zwar längst überfällig war, sich aber nur insofern auf die zukünftigen Erfolge des Konzerns auswirken wird, als dass nun ein neuer Chef her muss. Ich frage mich ernsthaft wie man Menschen reinen Gewissens dafür belohnen kann, kolportierte 100 Milliarden (!) Euro in neun Jahren bei General Motors in den Sand gesetzt zu haben. Alleine im letzten Jahr hat dieser Mann 10 Mio. Dollar verdient.

DNA Panne im Fall des Heilbronner (Deutschland) Phantoms. Sehr sehr peinlich was da im Nachbarland passierte. Sechs Sonderkommissionen jagten sechs Jahre lang eine Mörderin die es gar nicht gibt. Unzählige hochqualifizierte Beamte ermittelten Tag und Nacht an den 39 Fällen die mit den gleichen DNA-Spuren in Verbindung gebracht werden konnten. Letztlich stellte sich heraus, dass die Wattestäbchen die für die DNA Abstriche verwendet wurden kontaminiert waren also schon beim erstmaligen Auspacken mit Genmaterial behaftet waren. Nach Angaben des österreichischen Produzenten wären die verwendeten Stäbchen nicht für die DNA-Analytik zertifiziert.

Würden solche Schlagzeilen morgen zu lesen sein, würden viele wahrscheinlich nicht daran zweifeln dass es sich hierbei um Aprilscherze handelt. Leider ist dem aber nicht so, bleibt nur zu hoffen, dass solche Dummheiten nicht Schule machen.
T.hinK.