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Fronleichnamsfest bewahrt viel Traditionelles –

Große Beteiligung an der Prozession

Fronleichnam ist das Fest des Brotes und damit des Leibes Christi, der in Form der Monstranz durch die Strassen getragen wird. Es ist damit für die Christen auch das Fest der Freude für den Inhalt der Eucharistie, die man hinausträgt in die Öffentlichkeit.
Es war auch heuer bei strahlendem Wetter in Leoben durch rund tausend Teilnehmer/Innen aus allen Pfarren der Stadt eine eindrucksvolle„Jesus – Demo „, wie es Dechant Max Tödtling in seiner Begrüßung am Platz vor der St. Xaver Kirche betonte. Das bunte Bild, das der Umzug nach der Hl. Messe (Gärner Park, Franz- Josefstraße und Hauptplatz) bot, war auch wirklich ein schönes Bekenntnis, eine Demonstration des Glaubens, in der nicht nur der sogenannte „Himmel“ mit dem Allerheiligsten die Blicke der Zuschauer auf sich zog. Unter dem Vorantritt der Bergkapelle Seegraben, waren die Gruppe der Kinder, die Studentenverbindungen mit ihren Fahnen, der Kameradschaftsbund und der Trachtenverein ein Eindruck, der an die vielseitigen Umzüge in den Alpenländern erinnerte.

Die schöne alte Bezeichnung „Fron“ – oder „Gottsleichnam“ wurde von der Kirche im 13. Jahrhundert aus der „Maiprang“ (aus volkskundlichen Bräuchen übernommen). Es war Papst Urban IV., der noch als Archidiakon von Lüttich dieses Fest einführte und es im August 1264 per Dekret fixierte. Es mag wohl (meist noch im Mai gelegen) in seiner Ausstattung eine Fortsetzung der auch in Österreich gepflogenen Quellen- und Brunnenfeste sein. Blumenteppiche (wie sie heute noch in der West- und Südsteiermark anzutreffen sind) markieren die Wege des Umzuges und die Altäre, an denen die Anfänge der vier Evangelien gelesen werden. Der berühmte Fronleichnam – Zug in Hallstadt (mit Schiffen am See), aber auch jener in München, Würzburg oder Bozen beinhalten Volkskultur höchster Klasse (früher sogar mit Schauspiel begleitet).

Das Wesentliche dieses Festes des Leibes Christi fasste Stadtpfarrer Dr. Plöbst in der Gemeinsamkeit zusammen und betonte, dass „Essen und Trinken Leib und Seele zusammenhalten“. „Es ist ein Fest des Essens, das aber weit über die Bedeutung der Nahrungsaufnahme hinausgeht. Es ist wie ein Fest – oder Geschäftsessen, das Freundschaft bewirken soll und in Literatur und Film ebenso verankert ist. Es ist aber gleichzeitig ein Spiel, das nach bestimmten Regeln abläuft, das Zeremonie beinhaltet. Schließlich ist es das abschließende Fest im „Osterkreis“, wo am Gründonnerstag Leib und Blut in Form von Brot und Wein gegeben wurde. Das schafft Inhalte, lässt die Kommunion zum Seelenmahl werden.“
Irgendwer fragte am Straßenrande: „ Was ist das überhaupt?“ hier mag er nun die Antwort finden: Amen = so sei es!
===kk===