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Silvesterfeuerwerke

Die bevorstehende Silvesternacht wirft, wie jedes Jahr, die Problematik der Feuerwerke und der damit einhergehenden Knallereien auf. Das geltende Pyrotechnikgesetz  untersagt genau das. Auch Leoben ist, wie viele Städte und Gebiete der Steiermark, ausgewiesenes Feinstaubgebiet. Die Stadtgemeinde selbst veranstaltet jedes Jahr ein großes Feuerwerk, viele Private schließen sich dem an.
Bei der am Hauptplatz stattfindenden Musikveranstaltung werden permanent und mit Absicht Schweizerkracher zwischen die Menschen geworfen. Nicht unerwähnt darf bleiben, dass Tiere tatsächlich die am meisten Leidtragenden dieser Lärmbelästigungen sind.

Wenn nun gesetzeskonform vorgegangen werden würde, dürfte dies alles nicht in dieser Form statt finden. LR Wegscheider, der nachgewiesener Weise so seine Probleme mit dem Luftgütegesetz hat, lässt zu einer unpopulären Maßnahme wie einem Verbot nichts verlauten. Das enorme Ansteigen von Feinstaub ist für alle Interessierte ganz leicht auf der Webseite der Landesregierung unter Landes-Umwelt-Informationssystem – LUIS – nachzuprüfen. Natürlich ist es ein Umdenken, solche Traditionen wie das Silvesterfeuerwerk verantwortungsvoll und bewusst zu reduzieren. Wir alle haben gesehen, dass die „große Politik“ beim weltweiten Klimagipfel in Kopenhagen nicht imstande war, den Zeichen der Zeit Rechnung zu tragen und erforderliche Änderungen festzuschreiben. Es liegt aber nicht zuletzt an uns Konsumentinnen und Konsumenten, klug und verantwortungsvoll zu agieren. Wenn wir das Neue Jahr willkommen heißen, ist dieses mit einer nicht so lauten Begrüßung und weniger Raketen sicher genau so einverstanden.
 
Helga Hinger, GRin der Grünen, Leoben