Faszinierende Oper ohne Opernhaus:
Nicolai´s „Lustige Weiber”
21. Jul 2009/09:59/ Abgelegt in:Kultur
Es geht eben doch ohne Opernhaus und -bühne, ohne aufwendiges Regietheater mit reichlich unverständlichen Kulissen! Die Aufführung der komischen Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ von Otto Nicolai (nach Stoff von William Shakespeare) durch die Pannonische Philharmonie unter der umsichtigen und sensiblen Leitung von Alois Hochstrasser im Dominikanerhof des LCS hat dies an zwei Abenden deutlich unterstrichen.
Die überzeugende Nutzung vorhandener Architektur mit Bühnengestaltung von Hans Sisa und geschickten Lichteffekten lieferte den ansprechenden Rahmen. Die abgerundete Harmonie von Streichern und Bläsern, die den Singstimmen auch im Forte Wortdeutlichkeit ließ, lieferte von beschwingter Grazie über zärtliche Figuren der Geige bis zum kräftigen Witz verträumte Romantik sowie Schelmisches und Deftiges im Humor.
Dem faszinierend dominanten Bass von Hans Sisa (als Falastaff) standen Bariton Armando Puklavec (als Herr Fluch) und Bass Dariusz Niemirowicz (als Herr Reich) überzeugend zur Seite. Feinfühlig dazu kontrastierte Tenor Johannes Chum in der romantischen Rolle des Fenton. Ihm nahe kam auch Bariton Kwang Il Kim als Dr. Cajus, also als einer der drei Freier um Anna Reich, zu denen sich noch der junge Tenor Jan Petryka als Junker Spärlich gesellte.
Diesen männlichen Protagonisten stand nicht minder durchschlagskräftig ein Damen – Trio gegenüber, das nicht nur optisch, sondern vor allem auch stimmlich und darstellerisch faszinierte. Gut kontrastierte dabei der schelmische Sopran von Elke Slawitschek als Frau Fluth zum damenhaften Mezzosopran von Christine Gräfin Esterhazy, die ja schon im vorangegangenen Beethoven- Konzert bestach. Diesen beiden fügte sich der liebliche, verträumte Sopran von Claudia Chmelar (Anna Reich) als schönes Versprechen für die Zukunft bei. Die mitreißende Oper hat in den vielen Ensemble-Auftritten ihre Schwierigkeiten, die unter der überzeugender Mitwirkung des Opernchores der Sommerphilharmonie aber in den beiden Leobener Aufführungen ebenso wenig zum Ausdruck kamen, wie in der von rund 1000 Menschen besuchten Soiree in Paundorf (am Vorabend zu Leoben). ===Kl.K.===
Dem faszinierend dominanten Bass von Hans Sisa (als Falastaff) standen Bariton Armando Puklavec (als Herr Fluch) und Bass Dariusz Niemirowicz (als Herr Reich) überzeugend zur Seite. Feinfühlig dazu kontrastierte Tenor Johannes Chum in der romantischen Rolle des Fenton. Ihm nahe kam auch Bariton Kwang Il Kim als Dr. Cajus, also als einer der drei Freier um Anna Reich, zu denen sich noch der junge Tenor Jan Petryka als Junker Spärlich gesellte.
Diesen männlichen Protagonisten stand nicht minder durchschlagskräftig ein Damen – Trio gegenüber, das nicht nur optisch, sondern vor allem auch stimmlich und darstellerisch faszinierte. Gut kontrastierte dabei der schelmische Sopran von Elke Slawitschek als Frau Fluth zum damenhaften Mezzosopran von Christine Gräfin Esterhazy, die ja schon im vorangegangenen Beethoven- Konzert bestach. Diesen beiden fügte sich der liebliche, verträumte Sopran von Claudia Chmelar (Anna Reich) als schönes Versprechen für die Zukunft bei. Die mitreißende Oper hat in den vielen Ensemble-Auftritten ihre Schwierigkeiten, die unter der überzeugender Mitwirkung des Opernchores der Sommerphilharmonie aber in den beiden Leobener Aufführungen ebenso wenig zum Ausdruck kamen, wie in der von rund 1000 Menschen besuchten Soiree in Paundorf (am Vorabend zu Leoben). ===Kl.K.===

















